Mittwoch, 20.11.2019

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Feuerwehren an Ostern gefordert: Waldbrände in Franken

Vor allem in Ober- und Mittelfranken hatten die Einsatzkräfte viel zu tun - 23.04.2019 15:08 Uhr

Bei Fürth-Oberfürberg geriet eine Wiese in Brand. © NEWS5 / Oßwald


In der Nähe von Hersbruck gerieten am Ostermontag ein 10.000 und ein 2000 Quadratmeter großes Waldstück in Brand. Weil die größere Fläche schwer zugänglich war, stellten Landwirte ihre Güllefasser für den Wassertransport zur Verfügung, wie Kreisbrandrat Norbert Thiel erklärte. Ebenfalls am Ostermontag brannten im selben Landkreis zwei rund 3000 Quadratmeter große Waldstücke bei Rupprechtstegen und bei Röthenbach an der Pegnitz nieder. Bereits am Karfreitag war in Schwarzenbruck, ebenfalls Landkreis Nürnberger Land, ein rund Tausend Quadratmeter großes Waldstück in Brand geraten. Insgesamt waren in dem Landkreis 250 Einsatzkräfte im Einsatz, so Kreisbrandrat Thiel.

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Frankenwald in Flammen: Feuerwehr rückt mit 150 Kräften an

Bei Geroldsgrün im Landkreis Kronach standen am Ostersonntag etwa 2500 Quadratmeter Wald in Flammen. Rund 150 Einsatzkräfte kämpften vor Ort gegen das Feuer an einer abgelegenen Stelle. Besonders der Transport des Löschwassers wurde zur echten Herausforderung.


In Fürth-Oberfürberg verwandelte ein Feuer am Ostermontag Teile einer Wiese nahe der örtlichen Sportplätze in Asche. Am Ostersonntag kam es im oberfränkischen Geroldsgrün (Landkreis Hof) zu einem größeren Waldbrand, den die Luftrettungsstaffel beim Überflug entdeckte und so rechtzeitig die Feuerwehr alarmieren konnte. Weitere Waldfeuer meldeten die Feuerwehren in Ebrach (Landkreis Bamberg) und in Lauf an der Pegnitz. Verletzt wurde nach bisherigem Stand bei diesen Waldbränden niemand.

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Trockenheit in der Region: 200 Quadratmeter Wald brannten bei Fürth

Der wenige Regen und die Sonne haben Bayerns Wälder erneut schnell ausgetrocknet. Ein Waldstück bei Lind (Lkr. Fürth) geriet am Freitagmittag in Brand.


Schon vor Ostern kam es zu mehreren Wald- und Wiesenbränden, so etwa am Gründonnerstag im Markt Ebrach sowie in Lauf an der Pegnitz sowie am Dienstag vor Ostern in Dietershofen. Bei Moschendorf verhinderten die Feuerwehren bei einem brennenden Miscanthus-Feld ein Inferno. Ebenfalls am Dienstag vor Ostern kam es zu einem kleineren Feuer im Wald bei Burgkunstadt und zu einem Bahndammbrand bei Erlangen-Eltersorf.

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Feld brannte lichterloh: 200 Einsatzkräfte nach Moschendorf angerückt

Großeinsatz in Gößweinstein: Weil ein Schilf-Feld im Ortsteil Moschendorf Feuer find und plötzlich lichterloh brannte, rückten über 200 Einsatzkräfte mit 15 Wagen sowie zahlreiche Landwirte mit Güllefässern voller Löschwasser an. Mit vereinten Kräften konnten die Helfer verhindern, dass das Feuer auf einen Wald übergriff. Auch eine Drohne kam zum Einsatz, um den Brandherd aus der Luft zu beobachten. Verletzt wurde niemand.


Die Feuerwehr verweist in diesem Zusammenhang auf die weiter hohe Waldbrandgefahr und appelliert eindringlich, nicht im Wald zu rauchen, kein Feuer zu machen und auch die Waldwege für die Einsatzkräfte freizuhalten. Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) geht vielerorts in Bayern weiter von einer hohen Waldbrandgefahr aus. Wegen der anhaltenden Trockenheit hatten mehrere Regierungsbezirke Waldspaziergänger zur Vorsicht gemahnt und die Beobachtung der Wälder mit Flugzeugen aus der Luft angeordnet.


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dpa/reg

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