Freitag, 24.05.2019

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Herrmannn: "Europawahl ist Richtungsentscheidung"

Joachim Herrmann und Markus Blume für Zusammenhalt der Gesellschaft - 25.03.2019 13:14 Uhr

Der Landtagsabgeordnete und CSU-Generalsekretär Markus Blume (l.) mit Staatsminister Joachim Herrmann beim Bezirksvorstand im mittelfränkischen Feucht. © privat


In den kommenden Wochen, so Herrmann, solle die Partei die Menschen davon überzeugen, dass es bei der Europawahl angesichts der Erstarkung von Rechts- und Linkspopulisten um eine Richtungsentscheidung geht: "Die CSU steht demgegenüber auch bei der Europapolitik personell kompetent und inhaltlich deutlich mit festen Werten und Grundsätzen für ein bürgernahes Europa".

Mit Spitzenkandidat Manfred Weber und eindeutigem inhaltlichen Profil mache die CSU den Wählerinnen und Wählern "ein beeindruckendes Angebot", so Generalsekretär Markus Blume, der an der Konferenz teilnahm: "Ein Bayer für Europa, heimatverbunden, weltoffen und bodenständig, mit der Chance, Kommissionspräsident zu werden". Und die mittelfränkische Spitzenkandidatin Marlene Mortler auf Platz sechs böte laut Joachim Herrmann die Gewähr dafür, "dass die Regionen und unsere Heimat in einer Zeit globaler Verwerfungen nicht abgehängt werden".

Europa vor der Entscheidung

Die CSU wolle ein Europa, "welches schützt, Ziele setzt und uns leben lässt, kein Umverteilungs- und Verbotseuropa". Niemand könne aber ernsthaft glauben, dass globale Herausforderungen allein von Deutschland aus bewältigt werden könnten, von der Friedenssicherung über den Welthandel bis hin zum Klimaschutz. Skeptikern rief Herrmann in Erinnerung, dass "kein anderes Mitgliedsland von Europa so viel profitiert wie Deutschland" und verwies darauf, dass nahezu zwei Drittel aller deutschen Ausfuhren in EU-Länder gingen.

Herrmann: "Europa ist der Garant für Freiheit und Frieden, für Wohlstand, Achtung der Menschrechte, für Sicherheit und Stabilität". Auch insofern dürfe Europa nicht zum Spielball von Populisten und Pessimisten werden.

CSU als Mitmachpartei

"Unsere Basis ist derzeit hoch motiviert", so Joachim Herrmann auch angesichts der sehr lebhaften und ausführlichen Diskussion im Vorstand. Mit schnelleren Informationen und digitalen Abstimmungen soll der Gedanke der "Mitmachpartei" neu belebt, die Basis mehr beteiligt werden. "Wir werden dabei aber auch diejenigen nicht vergessen, die nicht ständig am Smartphone erreichbar sind". Auch der Gedankenaustausch von Angesicht zu Angesicht soll demnach mit neuen Veranstaltungsformaten belebt werden.

Verstärkt wolle die CSU auch auf soziale Gruppen, Kirchen, Vereine und Verbände zugehen und "den offenen Dialog führen. Die CSU wird wieder mehr Ort des Zuhörens und offenen Diskurses sein", davon zeigte sich Markus Blume im Rahmen der Vorstellung der bislang vorliegenden Vorschläge und Leitlinien für die künftige Parteiarbeit überzeugt. Die CSU habe die stattgefundenen "Milieuverschiebungen" zur Kenntnis und ernst genommen. Blume: "Wir wollen Kommunikation und Dialoge intensivieren, die Politik emotionalisieren und die CSU zu einer echten Mitmachpartei entwickeln". Nach Ansicht von Joachim Herrmann und Markus Blume sei es mit Blick auf unbefriedigende Wahlergebnisse in der Vergangenheit "Zeit für eine neue Stärke der CSU". Die CSU stehe für Stabilität und Zusammenhalt in der Gesellschaft, "und das geht nur von der Mitte aus". 

nb

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