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Erstmals seit 20 Jahren: VGN-Tickets werden nicht teurer

Städte und Landkreise verzichten auf Preiserhöhung - 17.10.2019 19:17 Uhr

Eine gute Nachricht: Im VGN-Gebiet sollen die Fahrtarife im Jahr 2020 stabil bleiben ohne Erhöhungen. © dpa


Dabei handelt es sich um das zentrale Entscheidungsgremium der im Verbund neben dem Freistaat vertretenen acht kreisfreien Städte und 16 Landkreise. Allerdings kann gegen das Votum noch binnen einer Zweiwochenfrist Einspruch erhoben werden, sagte VGN-Sprecherin Barbara Lohss auf Nachfrage der Nürnberger Nachrichten. Zwei Partner fehlten bei der Abstimmung; außerdem habe Erlangen nur vorbehaltlich eines ebenfalls positiven Beschlusses des Stadtrats zugestimmt.

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In den sogenannten "Atzelsberger Beschlüssen" vereinbarten die Verbundpartner im Jahr 2000, die Fahrpreise im VGN jährlich an die durchschnittliche Kostenentwicklung bei den Verkehrsunternehmen anzupassen. Aktuell sind das 131. Jene wird anhand eines spezifischen Warenkorbs ermittelt. Diese Tarifanpassung entfällt nun kommendes Jahr. Ziel ist es, mehr Menschen zum Umsteigen auf den öffentlichen Personennahverkehr zu bewegen.

 

 

Während von der jüngsten Entscheidung alle Bus- und Bahnnutzer im Großraum profitieren, kommt das vor einiger Zeit angekündigte 365-Euro-Ticket zumindest zunächst nur Schülern und Auszubildenden zugute. Die Einführung ist für August 2020 geplant.

Kritik an Preissteigerungsritual

Nicht erst in den vergangenen Monaten war das alljährliche Preissteigerungsritual im VGN von manchen Stadt- und Gemeinderäten oder Initiativen moniert worden, wie es in den "Atzelsberger Beschlüssen" festgelegt ist. Statt immer höhere Ticketpreise zu verlangen, heißt es vonseiten der Kritiker seit Jahren, müssten Bus- und Bahnfahrten doch günstiger werden. Nur so könne man die Verkehrswende schaffen und allen eine bezahlbare Mobilität ermöglichen. Zu diesem Kritikpunkt gesellte sich zuletzt die Einschätzung, dass die VGN–Tarife im Vergleich mit anderen Verbünden zu teuer seien. Ein vom Freistaat für den VGN geschnürtes Innovationspaket soll helfen, die beschlossene Nullrunde zu finanzieren.

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