Freitag, 22.11.2019

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Wurde Labrador in Kleinseebach vergiftet?

Tier aus Möhrendorf verendete nur kurz nach einem Spaziergang - 23.05.2019 11:47 Uhr

In der Nähe des Main-Donaukanals soll der ein Jahr alte Labradorrüde namens Bruno einen Giftköder geschluckt haben und in der Folge daran verschieden sein.

Die Polizei weiß bislang davon auch nur via Facebook. Der Hundebesitzer hat bis dato noch keine Anzeige erstattet. Das hochsensible Thema wird bei der Polizei sehr ernst genommen. Denn es kommt immer wieder vor, dass ein Hund in der Natur etwas frisst, das ihm nicht bekommt.

Laut Polizei gibt es dabei unterschiedliche Möglichkeiten. Eine davon ist in der Tat, dass jemand absichtlich an Wegen, die viel von Hundebesitzern mit ihren Vierbeinern begangen werden, Giftköder auslegt oder auch Wurst mit Rasierklingen, um den Tieren zu schaden.

Aber es kommt natürlich auch vor, so die Polizei, dass jemand illegal gifthaltige Stoffe in der Natur entsorgt, dass Schneckenkorn gestreut wird oder dass ein Landwirt Düngemittel ausbringt. Diverse Möglichkeiten also, dass Hunde zu Schaden kommen können, mit unterschiedlichen rechtlichen Konsequenzen, wie die Polizei betont.

Der Nachweis einer absichtlichen Tötung von Hunden ist — außer bei der Wurst mit Rasierklingen — oft schwer. Denn selten lassen Hundehalter, deren Lieblinge gestorben sind, die Tiere obduzieren. Das wäre notwendig, um eine Vergiftung nachzuweisen; das verursacht jedoch auch Kosten in Höhe von zirka 200 Euro. Auf denen bleibt der Hundehalter sitzen, wenn der Täter nicht ermittelt wird oder sich herausstellt, dass der Hund nicht an einer Vergiftung verendet ist.

Aus verschiedenen Gründen — Schutz von Wiesenbrütern und Rehkitzen, aber auch weil Hunden das unkontrollierte Fressen nicht ganz abzugewöhnen ist — empfiehlt die Polizei, Hunde an viel begangenen Wegen an die kurze Leine zu nehmen.

dik

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