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Dienstag, 18.06.2019

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Uttenreuth: Mit tollem Konzert ins neue Jahr

Ungarische Kammerphilharmonie überzeugte im "Schwarzen Adler" - 08.01.2019 16:00 Uhr

Zwei hochkarätige Gesangssolisten in Aktion: Katerina Beranova und Claus Durstewitz. © Alexander Hitschfel


Gemeinsam mit der Ungarischen Kammerphilharmonie, die im Rahmen ihrer Wiener-Konzerttournee auch einen Zwischenstopp in Uttenreuth machte, standen diesmal zum wiederholten Male die Sopranistin Katerina Beranova und der hessische Tenor Claus Durstewitz mit auf der Bühne. Im ersten Teil des Konzertabends standen Werke von Rossini, Donizetti, Lehar und Johann Strauss Sohn auf dem Programm. Die Vereinsvorsitzende des "Musikalischen Theaters Uttenreuth", Nicole Baerwald, die auch die Moderation des Neujahrskonzerts übernommen hatte, hatte da ihre ganz eigene Anmoderation für die folgenden Werke entworfen. Würde man die Werke der ersten Programmhälfte verknüpfen, dann ergebe sich eine kurze, lustige Geschichte, so Baerwald: "Eine diebische Elster geht mit Don Pasquale und der lustigen Witwe ins Maxim. Nachdem ihre Lippen schweigen, dreht sie sich wie ein Perpetuum mobile, weil sie mit dem Kaiser einen Walzer tanzen muss."

Den musikalischen Auftakt an diesem Abend machte das Orchester mit Rossini und dem bekannten Stück der diebischen Elster, nämlich genau dem Teil aus der spritzigen Ouvertüre mit dem markanten Trommelwirbel. Mit Katerina Beranova (Sopran) und Claus Durstewitz (Tenor) standen gleich zwei hochkarätige Gesangssolisten auf der Bühne. So kann Beranova bereits auf mehrjährige Engagements bei den Bayreuther Festspielen zurückblicken und sie stand auch mit Placido Domingo gemeinsam auf der Bühne. Ihre erste Arie an diesem Abend stammte aus der Oper "Don Pasquale" von Donizetti. Weiter ging es im Programm mit Franz Lehars Meisterstück der "Lustigen Witwe". Claus Durstewitz hatte dabei seinen ersten Auftritt an diesem Abend.

Klingende Maschine

Gleich im Anschluss stand mit dem Werk "Lippen schweigen, s’ flüstern Geigen" ein wunderbares Liebes-Duett mit Beranova und Durstewitz auf dem Programm. Die Schnellpolka von Johann Strauss Sohn verwandelte das gesamte Orchester in eine klingende Maschine, die gefühlt immer weiter und weiter lief und beschwingte und leichtfüßige Melodien produzierte. Mit einem der wohl bekanntesten Werke von Johann Strauss Sohn, dem "Kaiserwalzer", ging es dann für alle Akteure in eine wohlverdiente Pause.

Wer aber glaubte, die ohnehin bereits brillante erste Hälfte des Neujahrskonzerts konnte nicht mehr übertroffen werden, der irrte. Gleich nach der Pause ließ die Philharmonie die "Lustige Witwe" gleich ein bisschen musikalisch marschieren. Danach folgten weitere Solisten-Auftritte von Beranova und Durstewitz. Franz Lehars "Wer hat die Liebe ins Herz gesät" aus der Operette "Land des Lächelns" inspirierte die beiden Gesangssolisten dazu, ein weiteres Liebes-Duett zum Besten zu geben. Was wäre ein Wiener Neujahrskonzert ohne diesen Walzer? Gemeint ist damit Strauß’ "Schöne, blaue Donau". Beim letzten Werk an diesem Abend entwickelte sich der Uttenreuther Konzertsaal zu einem Ballsaal und die Besucher schwangen mit den Gesangssolisten das Tanzbein.

Eindrucksvoll erreicht

Am Ende des klangvollen Konzertabends konnte man es mit Franz Lehar halten, der einmal sagte: "Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um das Leben zu genießen, sondern um anderen Menschen eine Freude zu bereiten", und genau das haben alle Akteure des diesjährigen Uttenreuther Neujahreskonzerts auch eindrucksvoll erreicht. 

ALEXANDER HITSCHFEL

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