Mittwoch, 13.11.2019

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Türkischer Student stirbt in Erlangen - Vater zweifelt an Ermittlungen

Zahlreiche türkische Medien berichten über den Tod eines 24-Jährigen - 22.10.2019 18:28 Uhr

Bereits vergangene Woche haben die Nürnberger Nachrichten bei der Polizeipressestelle nachgefragt, was vorgefallen ist. Der Sprecher und später auch die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth haben glaubhaft versichert, dass der junge Mann Suizid begangen habe. "Die Ermittlungen lassen keinen anderen Schluss zu", erklärte der Polizeisprecher. Auf weitere Details wurde nicht eingegangen, da Polizei und die Medien grundsätzlich nicht über Suizide berichten. Der junge Mann hatte an der ÖDTÜ - Middle Eastern Technical University - in Ankara studiert, einer der renommiertesten Universitäten der Türkei, und wollte demnächst in den Niederlanden seinen Doktor machen. 

Warum schreiben wir dann in diesem Fall? Der Vater des 24-Jährigen will den Tod seines Sohnes so nicht hinnehmen. Er hegt große Zweifel an den Ermittlungen und wirft den deutschen Behörden vor, die Auskunft zu verweigern. Die berechtigte Haltung der Ermittler und der Medien, über den Freitod von Menschen nicht zu berichten, weil das nachweislich zu Nachahmungen führen kann (Werther-Effekt), nährt nun bei vielen die Annahme, dass Infos bewusst zurückgehalten werden, um etwas zu vertuschen. Seit einigen Tagen versuchen sich türkische Medien nun mit vermeintlich neuen Details zu überbieten und geben somit weiteren Spekulationen genügend Raum.


Hier geht es zu allen aktuellen Polizeimeldungen.


Auch in sozialen Netzwerken wird immer lauter gefragt, warum die regionalen Medien insbesondere Nürnberger Nachrichten, Nürnberger Zeitung und Nordbayern.de nicht darüber berichten. Nach weiteren Recherchen und Fakten, die uns vorliegen, hat sich an der Ausgangslage aber nichts geändert: Ein Fremdverschulden ist beim Tod des 24-Jährigen auszuschließen.

Anmerkung der Redaktion: Wenn Sie sich selbst betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Unter der kostenlosen Hotline 0800-1 11 01 11 oder 0800-1 11 02 22 erhalten Sie 24 Stunden am Tag Hilfe und Beratung.

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