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Mittwoch, 19.06.2019

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THW aus Baiersdorf im Dauereinsatz auf Dächern

In Oberbayern hat das Abräumen von Schnee absolute Priorität - 15.01.2019 06:00 Uhr

Viel „Manpower“ ist notwendig, um die großen Dachflächen von den Schneemassen zu befreien und so die Sicherheit der Bewohner zu gewährleisten. © Jürgen Fischer/THW


Die Wetterlage spitzt sich laut Ortsbeauftragtem Jonathan Wedler dramatisch zu: Die Befreiung der Dächer von den Schneemassen hat höchste Priorität. Das THW stellt sich auf die Verlängerung des Einsatzes ein und organisiert die Ablösung der Kräfte durch neue Teams. Aus dem Ortsverband Baiersdorf wurden bis jetzt 21 Helferinnen und Helfer entsandt.

Schwerer, nasser Schnee belastet die Dächer im Alpenraum zunehmend. Man rechnet mit starkem Schneefall in den nächsten Stunden: zwischen 70 und 100 Zentimetern. Einsatzschwerpunkt ist das Abräumen der Dächer von der Schneelast. Derzeit wird rund um die Uhr daran gearbeitet. Die blauen Kräne und Radlader leisten hervorragende Dienste.

Das THW stellt sich deshalb auf die Verlängerung des Großeinsatzes ein. Dank der Arbeit der THW-Stäbe ist seit gestern Abend die Ablösung der 1000 Einsatzkräfte in vollem Gange. Damit kann man effektiv die ganze kommende Woche Hilfe leisten.

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Seit Anfang Januar schneit es in den Alpen, Zentimeter um Zentimeter hat sich der Neuschnee zu teilweise meterhohen Schichten auf Hängen, Dächern und Gehwegen aufgetürmt. Am Wochenende haben neue Schneefälle viele Regionen an die Belastungsgrenzen gebracht, Helfer aus ganz Bayern sind im Dauereinsatz. Sie kämpfen sich mit schwerem Gerät durch die Schneemassen, die nicht nur Straßen blockieren und Orte von der Außenwelt abschneiden, sondern in Form von Lawinen schon mehrfach zur tödlichen Falle wurde.


THW dankt Helfern und Arbeitgebern

Aus dem THW Ortsverband Baiersdorf sind seit Freitag zwölf Helferinnen und Helfer der Einheiten Zugtrupp und erster Bergungsgruppe mit zwei MTW (Mannschaftstransportwagen) und dem GKW 1 (Gerätekraftwagen) am Einsatzort tätig. Am Samstag früh machten sich zur Unterstützung zwei weitere Helferinnen und Helfer mit dem Unimog-Kran auf den Weg in das Einsatzgebiet.


Lawinengefahr: 41.000 Menschen in Österreich eingeschlossen


Die zweite Bergungsgruppe ist am Sonntagfrüh mit sechs Helferinnen und Helfern in das Einsatzgebiet entsandt worden. Sonntagnacht konnte ein Teil der am Freitag in den Einsatz gefahrenen Baiersdorfer THWler den Einsatz beenden. Im Katastrophengebiet verbliebene Kräfte wurden der 2. Bergungsgruppe zugeführt. Der Einsatz der 2. Bergungsgruppe wird voraussichtlich bis kommenden Freitag sein.

Das THW bedankt sich in diesem Zusammenhang bei den Arbeitgebern und bei den Familien der THW-Helferinnen und -Helfer für die großartige Unterstützung.

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Einsatzkräfte des THW Nürnberg kämpfen gegen die Schneemassen in Reit im Winkl. Der nasse und dadurch schwere Schnee belastet die Dächer stark. Die Helfer aus Franken arbeiten mit schwerem Gerät im Katastrophengebiet.


  

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