Mittwoch, 20.11.2019

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Siemens Healthineers investiert 58 Millionen in Erlangen

Neues Ausbildungszentrum - Erfolg der Medizinsparte zeigt Wirkung - 22.08.2019 15:08 Uhr

Siemens Healthineers setzt weiter auf den Standort Erlangen - und investiert dafür kräftig. © Ralf Rödel


Der Erfolg der Medizinsparte von Siemens, inzwischen eigene Aktiengesellschaft, zeigt Wirkung. War man im Juli 2006, als das erste Center für 18 Millionen Euro eröffnet worden war, noch von 6000 Besuchern pro Jahr ausgegangen, so hat sich die Auslastung inzwischen auf 9000 Anwender erhöht. Dabei handelt es sich zum einen um Siemens-Mitarbeiter aus aller Welt, die von 70 Trainern in die Wartung und Reparatur der von Healthineers entwickelten Geräte eingewiesen werden. Aufgesucht wird die Einrichtung aber auch vom technischen Personal aus Kliniken und Arztpraxen, die in die optimale Bedienung der Geräte und Software eingewiesen werden.

Janina Beilner, Leitung Education Customer Service, sagt: "Die Digitalisierung erfordert neue und innovative Trainingsmethoden, -technologien und -ausstattung, um den Kunden kontinuierlich Service auf höchstem Niveau liefern zu können. Wir bieten in dem neuen Gebäude diverse Möglichkeiten für innovative Trainingsmethoden wie beispielsweise Virtual Reality Trainings, Virtual Instructor Led Trainings und vieles mehr." Dazu gehören interaktive virtuelle Studios, vergleichbar jenen in Fernsehanstalten, in denen u. a. mit VR-Brillen nach modernsten Methoden gearbeitet wird. Von Erlangen aus kann über das Internet aber auch jeder Siemens-Mitarbeiter in allen Ecken der Welt erreicht werden, wenn dieser entsprechende Fragen bei technischen Problemen haben sollte.

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In dem neuen Gebäude können die sieben bis acht Tonnen schweren Großgeräte wie Computertomographen und Magnetresonanztomographen in insgesamt 16 Räumen flexibel installiert werden. 100 Beschäftigte kümmern sich – so Claudia Krüger von der Projektleitung Real Estate – um die Auslastung der 500 Ausbildungsplätze. Baubeginn ist Anfang 2020, die Fertigstellung ist im Dezember 2021, die Inbetriebnahme im März 2022 vorgesehen. Mit dem neuen Gebäude soll den Menschen in Erlangen "eine deutlich höhere Aufenthaltsqualität" an der Allee am Röthelheimpark angeboten werden. Dazu dienen eine Cafeteria und ein Auditorium für verschiedene Anlässe. Aber auch die Wirtschaft in der Stadt profitiert davon: mit – bei der Einweihung 2006 geschätzten – 40.000 und mehr Übernachtungen im Jahr, was der Hotellerie, Gastronomie und dem Einzelhandel finanzielle Zuwächse beschert.

Außerdem soll mit dem zusätzlichen Gebäude – auf einem bisher als Parkplatz genutzten 2600 qm großen Gelände – für die Auszubildenden ein innovativer Lernort geschaffen werden, an dem sich neue Inhalte wie Grundlagen der Digitalisierung, 3-D-Druck und Robotik auch mit entsprechender Technik vermitteln lassen. Derzeit gibt es deutschlandweit bei Siemens Healthineers etwa 400 Azubis, vornehmlich in Erlangen, aber auch an den Standorten in Kemnath und Rudolstadt. 80 Prozent davon haben IT und Technik als Schwerpunkt. 

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Wie Christina Sauer (Ausbildungsleitung Deutschland) erklärt, versucht man von Siemens aus schon quasi im Kindergartenalter Interesse für die Unternehmensinhalte zu wecken, setzt dies bei den Berufsinformationstagen fort und erleichtert Bewerbungen durch Online-Formate. Ausgebildet wird nach Bedarf – mit steigender Tendenz. Für den Betriebsratsvorsitzenden Wolfgang Fees ist in diesem Zusammenhang der Einsatz eines eigenen Werkbusses mit mehreren Linien wichtig, der die Azubis z. B. auch aus entlegenen Orten in der Fränkischen Schweiz abholt und wieder zurückgebracht werden.

Udo B. Greiner

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