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Dienstag, 11.08.2020

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Neue Serie: Wir zeigen außergewöhnliche Gärten

Den Anfang macht der Landtagsabgeordnete Manfred Bachmayer - 07.07.2020 13:54 Uhr

Manfred Bachmayer ist Herr über einen Urwald: Er lässt seine grüne Oase sich selbst verändern, greift wenig ein.

© Klaus-Dieter Schreiter


Kerzengerade steht der Urweltmammutbaum mitten im Garten, überragt mit seinen etwa 20 Metern all die anderen üppig wachsenden Bäume und Sträucher. Vor 50 Jahren, als das Haus von Manfred Bachmayer in Eckental gebaut wurde, war er von dessen Vater gepflanzt worden. „In normalen Gärten werden sie gekappt, dann bleiben sie klein, wir haben ihn wachsen lassen“.

Damals habe der Garten noch überwiegend aus einer großen Rasenfläche bestanden, erzählt der stellvertretende Landrat, der einst das Handwerk des Landschaftsgärtners gelernt hat. Heute wachsen hier Flatterulmen, Elsbeere, WildkirscheVogelbeere und Holunder. Überall wuchert Efeu.

Der Garten hat sich über die Jahre selber verändert. 

© Klaus-Dieter Schreiter


„Der Garten ist sozusagen meine Herzensangelegenheit, ich bin mit ihm groß geworden, und der Garten ist mit mir gewachsen.“ Er ist für ihn ein Rückzugs- und Erholungsort. „Wir müssen nicht in den Wald fahren, wir haben den Wald im Garten“, sagt er. Das sei Heimat, und das solle auch so bleiben. Der Garten hat sich über die Jahre selber verändert. Früher sei auf dem rund 700 Quadratmeter großen Grundstück einmal überwiegend Wiese gewesen,die regelmäßig kurz gehalten worden sei. Die Bäume, die sich selbst gesät hätten, habe man wachsen lassen, und es durfte auch immer etwas von alleine nachkommen.

Der Klimawandel, hat Manfred Bachmayer festgestellt, hat seinen Garten massiv verändert. „Vorne gibt es einen Bereich, da sind alle serbischen Fichten weggetrocknet. Die Hainbuche kämpft ums Überleben, die Kirsche ist eingegangen — es ist einfach zu trocken geworden“. Auch eine Birke hat nicht überlebt, und eine Lärche ist auch gestorben. „Das Totholz gehört zu unserem Garten dazu, das lasse ich drin“. Insektenhotels braucht Bachmayer darum nicht. Es summt und brummt auch so.

„Im normalen Garten muss man die Rasenfläche bearbeiten, hier nimmt man einfach die Gartenschere, nimmt sich eine halbe Stunde Zeit und schneidet weg, was stört“. Tag für Tag könne man das so machen, sagt Bachmayer. „Das entschleunigt.“ 

Haben Sie auch einen außergewöhnlichen Garten?
Oder kennen Sie jemanden, bei dem wir mal über den Zaun schauen sollten? Dann geben Sie uns einen Tipp: Eine kurze Mail an redaktion-erlangen@pressenetz.de reicht.

Ob Wildkirsche, Vogelbeere, Holunder oder Erdbeere: In allen Ecken und Enden wächst etwas.

© Klaus-Dieter Schreiter


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