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Landkreis Erlangen-Höchstadt ehrt 150 Sportler

Auch das Engagement nach der aktiven Laufbahn rückte in den Fokus - 28.03.2019 06:00 Uhr

So viel Spitzensport im Kreis Erlangen-Höchstadt: Landrat Alexander Tritthart (links in der vorderen Reihe) ehrte zahlreiche erfolgreiche Sportler auf deutscher und internationaler Bühne. © Andrea Lachmuth


"Jeder Sportler präsentiert auch seine Gemeinde, und hinter jedem erfolgreichen Sportler steht ein engagierter Verein", begrüßte Landrat Tritthart die rund 200 Sportler, Eltern und Betreuer sowie Kommunalpolitiker, die sich zu einem besonderen Termin in Großenseebach trafen. Mit der stolzen Zahl von 45 000 Mitgliedern in 140 Sport- und Schützenvereinen, davon ungefähr 12 000 Kinder und 4000 Jugendliche, sei der Stellenwert des Sports im Landkreis erheblich, so der Landrat. 2018 stellte der Landkreis für den Sport rund 100 000 Euro für die Förderung der Übungsleiter, der fachbezogenen Jugendarbeit und für Baumaßnahmen bereit. Dieser Betrag sei auch im Haushaltsjahr 2019 wieder eingestellt, teilte Tritthart den Sportlern mit.

Bereits zum 16. Mal in Folge wurden die rund 150 Besten mit einer Ehrenurkunde und einer Medaille geehrt. So belegte etwa das Team "Man-Blind" vom Herrmann Radteam den elften Platz bei den Weltmeisterschaftenim Paracycling-Tandem mit Tim Kleinwächter (Fahrer) und Peter Renner (Pilot). In Sportarten wie Badminton, Blitzschach, BMX, Crosslauf, Diskuswurf, Dreisprung, Hochsprung und Weitsprung, Karnevalistischer Schautanz, Karate Kumite und Kata, Kickboxen im Vollkontakt, Radsport, Rettungsschwimmen, Reitsport, Springreiten, Tischtennis, Trampolin, Turnen, 6er Einradfahren, Zehnkampf, Leichtathletik-Mehrkampf oder Sportschießen und Schach konnten Sportler im Team oder als Einzelkämpfer zahlreiche Titel erkämpfen.

Wahre Titelflut

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Eine Titelflut nahm die DLRG Herzogenaurach nach Hause. So gewann die elfjährige Amelie Kreutz den ersten Platz bei den Bayerischen Meisterschaften im Rettungsschwimmen im Rettungs-Dreikampf in ihrer Altersklasse (AK). Auch die Leichtathleten der LG Eckental räumten viele Plätze bei den Bayerischen Meisterschaften ab. So wurde die 17-jährige Mara Barwitzki Bayerische Meistern und Hallenmeisterin im Weitsprung in der AK unter 18 Jahren. Die Eishockeymannschaft vom Höchstädter EC nahm den Pokal für den Meistertitel in der Bayernliga entgegen und bekam viel Applaus für den Aufstieg in die Oberliga-Süd. Der Karneval-Club Röttenbach "Die Besenbinder" ist alljährlich unter den Geehrten. So holte beispielsweise Liana Wolf mit der besten Wertung in der Geschichte des "Bundes Deutscher Karneval" mit 499 von 500 möglichen Punkten den ersten Platz bei der Süddeutschen Meisterschaft und den Titel Deutsche Meisterin.

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Auch viele Spitzensportler über 60 Jahren bewiesen, dass sie Höchstleistungen draufhaben. So gewann die Sprinterstaffel vom TSV Höchstadt mit Werner Dengler, Joachim Masatz, Karlhein Schatz und Rainer Scheckenbach den Titel Bayerische Meister in der 4 x 100-Meter-Staffel bei den Senioren in der Klasse M 60. Harald Fischer vom FC Großenseebach holte den dritten Platz bei den Deutschen Meistern im Ultratrail. 64 Kilometer abseits des Asphalts lief der 64-Jährige beim Maintal-Ultra 2018. Eine besondere Ehrung für herausragende sportliche Leistung wurde Käthe Hofmann vom FC Kalchreuth zuteil. Die 81-jährige fitte Seniorin wurde "Sportlerin des Jahres in Kalchreuth" für 40 Jahre kontinuierliche Teilnahme am Bayerischen und Deutschen Sportabzeichen. Walter Fellermeier, der Ehrenvorsitzende des BLSV, unterstrich, dass Sport nur durch die vielen Ehrenamtlichen in Vereinen funktioniere.

Über 60 000 Sportabzeichen

Geehrt wurden erstmals Aktive, die als langjährige Prüfer für die Abnahme des Deutschen Sportabzeichens fungieren. Bemerkenswert: Seit dem Jahr 2000 steht der BLSV-Kreis Erlangen-Höchstadt bei der Sportabzeichennahme mit über 60 000 Sportabzeichen im Breitensport in Mittelfranken an der Spitze.

  

ANDREA LACHMUTHH

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