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Mittwoch, 23.10.2019

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Junge Philharmonie Erlangen feiert Jubiläum

Zum 25-jährigen Bestehen finden am 8. und 9. Februar Konzerte statt - 28.01.2018 15:20 Uhr

Erfahrenes Laienorchester mit großem Repertoire mit Werken aus Klassik und Romantik über Film- und Tangomusik bis zu Uraufführungen: Die „Junge Philharmonie Erlangen“. © Ulf Plorin


Die beiden Vorsitzenden Gesine Woellert (Horn) und Katja Kries (Violine) bereiten dieses Jubiläum zusammen mit vielen ehrenamtlichen Helfern akribisch vor.

1992 wurde das Orchester unter der Leitung von Ronald Scheuer gegründet. Wie schön, dass es nach 25 Jahren dieses Jahr bei "Klassik am See", genauer: am 25. Juli, zu einer musikalischen Wiederbegegnung kommt. Scheuer leitet für Orffs "Carmina Burana" die "Junge Philharmonie Erlangen" zusammen mit der Chorgemeinschaft.

Eine ganze Reihe an Dirigenten haben seither mit dem 80-köpfigen Orchester gearbeitet, denn das ist eine Besonderheit dieses Laienorchesters: Das Orchester wählt seine Dirigenten aus. Seit 2010 leitet Gordian Teupke die aktiven Musiker, deren Durchschnittsalter knapp unter 40 Jahren liegt. Tristan Uth ist seit 2014 als weiterer Dirigent hinzugekommen und wechselt sich mit Teupke ab.

Festlich-fröhlich

Zum Jubiläumskonzert am 8. und 9. Februar teilen sich beide Dirigenten das wahrhaft festlich-fröhliche Programm: Gordian Teupke übernimmt mit der "Fledermaus"-Ouvertüre von Johann Strauß und dem Brahms-Violinkonzert den ersten Teil. Tristan Uth leitet mit Beethovens "Siebter", der temperamentvollen "Tanzsymphonie", den zweiten Teil.

Das Repertoire der "Jungen Philharmonie Erlangen" reicht – dank der großen symphonischen Besetzung – von bedeutenden Werken der Klassik und Romantik über Film- und Tangomusik bis zu zeitgenössischen Werken einschließlich Uraufführungen. Konzertreisen gingen nach Russland, Polen, Frankreich und Schweden. Das alles läuft – wohlgemerkt! – über den präzisen Einsatz vieler Mitglieder. Kein Wunder, dass bei soviel Engagement, intensiven Proben und Arbeitswochenenden gute, namhafte Solisten wie Cornelia Götz, Evgenia Rubinova und Bernhard Gmelin gewonnen werden. Das Brahms-Violinkonzert ist beim Jubiläum mit Felix Froschhammer als Solisten besetzt. Gute Solisten steigern die Qualität, den Ehrgeiz eines Orchesters, das ist gewiss!

Am Puls der Zeit

Aber auch mit Innovationen in der Plakatgestaltung, mit einem Online-Ticketverkauf, mit einem Extrakontingent an Karten für Flüchtlinge und sogar Rest-Gratiskarten für Schüler an der Abendkasse ist die "Junge Philharmonie Erlangen" professionell, marketingtechnisch flexibel und sozial am Puls der Zeit.

Mit dem größten Konzertveranstalter, dem GVE, sind zwei Vorstellungen von "Peter und der Wolf" geplant. Nachwuchsprobleme gibt es im Orchester nicht: Es kommen in allen Orchestergruppen junge Musiker nach. Die Stammbesetzung beweist mit einer statistischen Durchschnittszugehörigkeit von gut 21 Semestern Konstanz. Auch das ist für den Zusammenhalt, die klangliche und soziale Substanz eines Orchesters wichtig.

Alles das sind Gründe zum fröhlichen musikalischen Feiern für ein vielleicht nicht mehr ganz so junges, aber vitales, erfahrenes Laienorchester mit hohem Niveau!

Das Konzert "25 Jahre Junge Philharmonie Erlangen" findet am 8. und 9. Februar jeweils ab 20 Uhr in St. Matthäus am Ohmplatz statt. Karten bei "erlangen ticket" an der Fuchsenwiese. Für Schüler gibt es an der Abendkasse etwaige Restkarten gratis.

SABINE KREIMENDAHL

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