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Heroldsberger Nord-Süd-Achse wird saniert

Auf die Anlieger kommt keine Kostenbeteiligung zu - 20.03.2019 16:40 Uhr

Der Knotenpunkt Nürnberger Straße – Laufer Weg verdient wegen der komplizierten Verkehrsführung eine Neugestaltung. Ausreichend Fläche ist dazu vorhanden. © Tilmann Ochner


Umgebaut werden soll der Abschnitt zwischen dem Knotenpunkt "Fabrikstraße" und "Laufer Weg" im Süden und der Einmündung "Holzschuherstraße" im Norden. Da diese Strecke im Gegensatz zur nahezu parallel verlaufenden Hauptstraße im Tal nicht weitgehend gleichmäßig breit und eben gestaltet ist, sondern mit unterschiedlichsten Fahrbahnbreiten und einer erheblichen Steigung hoch bis zum Oberen Markt versehen ist, sollten verkehrsfreundliche Modifikationen durchgeführt werden. Gerade am unteren Ende der Nürnberger Straße mit der Einmündung Laufer Weg bietet sich wegen der großzügigen Flächen ein Umbau an.

Bisher ist hier die Verkehrsführung derart kompliziert, dass "Fahrlehrer mit ihren Schülern gern aus der ganzen Region hierher kommen, um diese ungewöhnliche Einmündung vorzuführen", schilderten die Planer des beauftragten Ingenieurbüros die Situation mit einem Augenzwinkern in der Sitzung. Gleich drei Planungsalternativen hatten sie mit im Gepäck, wobei sowohl eine Lösung mit einem überfahrbaren Mini-Kreisverkehr als auch das Anlegen von grünen Inseln mit Fußgängerquerungen realisierbar wären.

Für die Steigungsstrecke zwischen Spindäckerstraße und Oberer Bergstraße empfehlen die Planer aus Platzgründen, einen großzügigen Gehsteig mit 1,75 Metern Breite auf der Westseite, da auf der Ostseite wegen des Hangs nur ein Notgehsteig mit einem halben Meter Platz findet. Eine Fahrbahnbreite von sechs Metern könnte so beibehalten werden.

Bushalt auf der Fahrbahn

Im Zug der weiteren Planung war auch angedacht, die Bushaltestellen auf die Fahrbahn zu verlagern, was sowohl den fließenden Verkehr beruhigt als auch einen behindertengerechten Ausbau fördert.

Für den Bereich des historischen Schlösser-Ensembles am Nordende des Oberen Marktes empfiehlt das Planungsbüro einen Straßenbelag mit Pflaster, zumindest an der extra schmalen Stelle beim Roten Schloss.

Da für die Gesamtmaßnahme eine Generalsanierung erforderlich ist, werden auch Kanal und Wasser ertüchtigt. Die geschätzten Kosten für die Kanalsanierung betragen 722 000 Euro, für die Wasserversorgung 857 000 Euro sowie für den Straßenbau 2 043 000 Euro. Die vorläufigen Schätzkosten betragen somit rund 3,62 Millionen Euro, wobei auf die Anlieger keine Kostenbeteiligung zukommt, wie Bürgermeister Johannes Schalwig versicherte. 

TILMANN OCHNER

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