14°

Samstag, 20.07.2019

|

zum Thema

Gute Chancen: Kandidatin aus Erlangen bald Bierkönigin?

Nach dem Online-Voting liegt Carolin Strobl ganz knapp auf Rang zwei - 09.05.2019 14:41 Uhr

Besuch auf dem Volksfest: Carolin Strobl (links) trifft auf die Nürnberger Volksfestkönigin Christina Späth. © Carolin Strobl


Das hat sie dann doch überrascht. "Ich bin erstaunt, was in der letzten Phase des Votings los war", sagt Carolin Strobl. Die 29-Jährige, die seit zehn Jahren in Erlangen wohnt, hat sich in einer Abstimmung mit sechs weiteren Kandidatinnen bis auf Rang zwei vorgekämpft. 22,12 Prozent stimmten für sie, die Spitzenreiterin, Veronika Ettstaller vom Tegernsee, wählten 22,5 Prozent. Am Ende waren es nur 50 Stimmen Unterschied. "Wow, wie die Leute abgestimmt haben", sagt Strobl. "Das ist eine prima Basis für das Finale.

Die Entscheidung fällt am 16. Mai bei einer großen Show im Löwenbräukeller in München. Das Online-Voting zählt dabei zu einem Drittel, eine Jury und das Publikum wählen zusätzlich. "Alle Stimmen fließen mit ein, keine Stimme geht verloren", sagt Karin Kühn vom Bayerischen Brauerbund. Prozentual wird so auch das Online-Voting miteingerechnet.


Aus Franken für Bayern: Erlangerin will Bierkönigin werden


"Beim Finale dürfen wir unsere maßgeschneiderten Dirndl tragen und ein Bier verkosten", sagt Strobl. Die gebürtige Dachauerin freut sich auf den Abend, auch Freunde und Familie haben sich Karten für die Veranstaltung besorgt.

Bilderstrecke zum Thema

Historische Bilder: Als Erlangen eine Bierhauptstadt Frankens war

Mit Kitzmann verschwindet die größte Erlanger Brauerei des 21. Jahrhunderts vom Markt. Die Hugenottenstadt hat eine bewegte Bier-Geschichte. Was viele nicht wissen: In der Blütezeit im 19. Jahrhundert gab es bis 18 Brauereien, einige bis weit über die Grenzen des Landes bekannt. Ein Blick in die Historie.


Doch unabhängig davon, ob es am Ende mit dem Titel "Bayerische Bierkönigin" klappt, war es für Carolin Strobl eine schöne Zeit, in der sie viele Brauereien und Feste besucht hat, unter anderem auch Steinbach Bräu in Erlangen. "Nicht alles war so geplant, manches hat sich erst im Lauf des Votings ergeben." Der Besuch am Nürnberger Volksfest am vergangenen Mittwoch beispielsweise war sehr spontan. Zeit dafür hatte die Erlangerin auch. "Ich schreibe gerade meine Doktorarbeit, da bin ich mit der Arbeit sehr flexibel."

Bier aus Franken gesucht: Quizrunde Nr. 1

© Montage: Sabine Schmid

Sie sind ein Freund der fränkischen Bierkultur? Und schätzen die regionalen Privatbrauereien? Wunderbar. Aber erkennen Sie die Brauerei auch am Kronkorken? Testen Sie Ihr Wissen bei unserem Quiz!

© Achim Bergmann

© Achim Bergmann

Frage 1/10:

Silberner Brauerstern auf Hellblau. Wer ist's?

Die Brauerei Wagner aus Merkendorf, erstmals erwähnt 1797. Rund um Bamberg wird das Wagner sehr geschätzt, besonders das ungespundete Lager und das naturtrübe Kellerbier.

© Achim Bergmann

© Achim Bergmann

Frage 2/10:

Diese Kirchtürme deckeln welches Bier?

Brauerei Trunk aus Vierzehnheiligen/Bad Staffelstein, der gute Stoff wird auch Nothelfer genannt. Nothelfer? Die Erklärung ist einleuchtend: Seit 1803 wird das Bier oberhalb der Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen gebraut. Und wenn die erschöpften Pilger seit jeher oberhalb des Gotteshauses aus dem nahen Wald kommen, stärken sich nicht wenige erst mal mit einem kühlen Bier, bevor sie dann die Kirche betreten.

© Achim Bergmann

© Achim Bergmann

Frage 3/10:

Nicht verkehrt, mit Schild und Schwert.

Seit über 300 Jahren in Familienbesitz zählt Held aus Oberailsfeld schon zu den bekannteren Privatbrauereien in der Region. Besonders das Helle ist beliebt. Seit 1680 wird hier schon gebraut.

© Achim Bergmann

© Achim Bergmann

Frage 4/10:

Hier springt der Hirsch - auf welche Brauerei?

1845 übernahm der Müllerssohn Johannes Kraus das damalige "Wirtschaftsguth" in Hirschaid - und seither ist die Brauereigaststätte ohne Unterbrechung im Besitz der Familie.

© Achim Bergmann

© Achim Bergmann

Frage 5/10:

Ein grüner Baum, wo steht der?

"Zum Grünen Baum" heißt der Brauereigasthof der Familie Bayer aus Theinheim im Steigerwald. Gefeiert wird hier oft, unlängst erst ein runder Geburtstag: Seit 1718 wird hier schon gebraut.

© Achim Bergmann

© Achim Bergmann

Frage 6/10:

Ein bunter Vogel - auf welchem Bier sitzt er?

"Zum Pfau!", heißt es öfter, wenn es nach Frauendorf geht. Seit 1867 ist die Familie Hetzel Herr über die dort ansässige Brauerei.

© Achim Bergmann

© Achim Bergmann

Frage 7/10:

Der Zwerg vom Berg, wo braut er sein Bier?

Der markante Zwerg stammt von der Staffelberg-Bräu aus Loffeld. In der sechsten Generation, seit 1856, führt die Familie Geldner-Wehrfritz dort die Brauerei. Zehn Jahre später, 1866, ließ Jakob Geldner ein eigenes Brauhaus folgen, nochmals zehn Jahre später dann eine eigene Faßhalle.

© Achim Bergmann

© Achim Bergmann

Frage 8/10:

Raubtier mit Schild und Krone. Wer ist's?

In Untersiemau/Birkach wird seit 1822 das "Eller" gebraut. Als beliebtestes gilt das Rotbier, Christian Eller braut aber auch ein süffiges Pils.

© Achim Bergmann

© Achim Bergmann

Frage 9/10:

Schwarzer Adler, wer hat sich den gekrallt?

Adler-Bräu aus Stettfeld ist inmitten der unterfränkischen Haßberge daheim - und das schon seit 1730. Bräustübla, Biergarten, Sudhaus und sogar einen "Bärentrunk" gibt's hier.

© Achim Bergmann

© Achim Bergmann

Frage 10/10:

Weißer Löwe - wo kommt der her?

Hier sind Wirths-Leute am Werk! Die nun schon 9. und 10. Generation der Familie Wirth führt das Löwenbräu. Natürlich nicht zu verwechseln mit dem Münchner! "Unser" Löwenbräu stammt aus Neuhaus im Aischgrund und das schon seit 1747. Im Sortiment gibt es hier mehrere Löwen und sogar eine "Karpfen Weisse".

Vielen Dank für das Beantworten der Fragen! Demnächst geht es weiter mit der zweiten Runde!

© Montage: Sabine Schmid

Wegen des Votings wollte sich Strobl auch nicht verrückt machen lassen. Den Zwischenstand konnte man online immer abrufen, doch "manchmal war es schöner, mit den Brauern noch ein Bier zu trinken als schon wieder online nachzusehen". Morgens gab es zudem immer ein Update von der Mama, die ihre Tochter so "gebrieft" hat. Seit Donnerstag, 12 Uhr, ist die Abstimmung vorbei. Enttäuscht, dass es nicht für den ersten Platz gereicht hat, ist Strobl nicht. Die Vorjahres-Siegerin, Johanna Seiler, war im Online-Voting auch nur Zweite gewesen.

 

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Erlangen