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Ein Rundfunkstudio im E-Werk in Erlangen

Technik von "funklust" wurden im Fraunhofer Institut IIS entwickelt - 01.06.2019 18:00 Uhr

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg hat im E-Werk ein Rundfunkstudio eröffnet. Thomas Bauernschmitt hat die Technik vorgestellt und von der langen Geschichte berichtet. © Klaus-Dieter Schreiter


Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat im E-Werk ein Rundfunkstudio eingerichtet. Dafür sind die FAU, der Verein "funklust", das Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen IIS in Tennenlohe und das Kulturzentrum E-Werk eine Kooperation eingegangen. Mit einem Festakt ist das Studio nun eröffnet worden.

Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS)

Das Studio und die Technik sind im Fraunhofer Institut IIS in Tennenlohe entwickelt worden. Da die Technik aber, wie der Kanzler der FAU, Christian Zens, während des Festaktes zur Eröffnung sagte, auf einem Level angekommen sei, "wo man nichts Besseres findet", sei man die Kooperation mit dem IIS eingegangen. Für dessen Institutsleiter, Professor Anton Heuberger, kam die Initiative der FAU gerade recht. Immerhin ist das digitale Radio mit sein "Baby", denn das Fraunhofer-Institut sammelt seit 2003 gemeinsam mit der FAU Erfahrungen bei der Entwicklung eines digitalen Rundfunksenders. Er wurde unter dem Namen "BitExpress" bekannt.

Ein junges Team aus Redakteuren, Moderatoren, freien Mitarbeitern und Technikern produzierte dort ein innovatives Programm für Hörer in Erlangen-Nürnberg, Deutschland und der Welt. Das Projekt ist fakultätsübergreifend angelegt und für alle Interessenten offen. Nachdem es nun aber "ausgeforscht" war, sei man froh, mit dem E-Werk einen Kooperationspartner gefunden zu haben, um das Studio professionell weiter zu betreiben, freute sich Heuberger. Im Zeitalter der Fake-News sei es ein wichtiges Anliegen, mit sorgfältiger Recherche und guten Inhalten interessante Programme aufzubereiten. Das E-Werk sei zudem nicht nur wegen der räumlichen Nähe zur Universität bestens geeignet, es biete auch einen perfekten Nährboden für die Programminhalte.

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Der Macher nicht nur im Hintergrund ist der Lehrbeauftragte am Institut für Theater- und Medienwissenschaft an der FAU, Thomas Bauernschmitt. Er stellte die Geschichte des digitalen Radios im IIS und in der FAU vor und berichtete von den Herausforderungen, das Studio in Tennenlohe ab- und im E-Werk wieder aufzubauen.

Über den Schornstein der Stadtwerke wurde sogar eine Richtfunkstrecke eingerichtet, demnächst wird auch noch eine Glasfaserverbindung kommen. In den beiden Räumen des E-Werks sind neben Radio- und Fernsehstudio auch sämtliche Schneidevorrichtungen vorhanden. Es gibt sogar eine Zusammenarbeit mit Radio- und Fernsehsendern. Studenten, die an der Technik im E-Werk arbeiten, werden später im Berufsleben die gleiche Technik beispielsweise beim Bayerischen Rundfunk finden.

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Der Geschäftsführer des E-Werks Berndt Urban – er hat die Räume in dem gelben Wohnhaus an der Westlichen Stadtmauerstraße zur Verfügung gestellt – meinte, das neue Studio sei "genau das, was uns gefehlt hat". Zu hören ist das Radio "funklust" immer montags und dienstags ab 18 Uhr auf www.funklust.de

Die Hörer erwartet eine Mixtur aus Campusthemen und tagesaktuellen Informationen. Zudem gibt es dort Videos zu aktuellen Themen, die über den eigenen YouTube-Kanal verbreitet werden. 

KLAUS–DIETER SCHREITER

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