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Mittwoch, 23.10.2019

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Die Karpfen-Ernte in Dechsendorf ist heuer besonders gut

Genossenschaft fischte Kleinen Bischofsweiher in Dechsendorf ab — 300 Zentner Karpfen, dazu Rotaugen und Schleien lebend verfrachtet - 07.11.2018 06:00 Uhr

Die Ausbeute war gut: Rund 300 Zentner Karpfen wurden in einer schweißtreibenden Aktion gestern aus dem Kleinen Bischofsweiher geholt. Das Wasser war zuvor weitgehend abgelassen worden, so dass die Fische in einer Lache gefangen waren. © Fotos: Schreiter


Der Kleine Bischofsweiher, der nordöstlich vom "Dechsi", also dem Großen Bischofsweiher, liegt und zu einer ganzen Kette von rund 60 Karpfenweihern gehört, wird von einer Genossenschaft bewirtschaftet. Wenn die Karpfen groß genug sind, fischen die Genossen das Gewässer gemeinsam ab.

In diesem Jahr, berichtet einer von ihnen, sei die Ernte besonders gut. Rund 300 Zentner Karpfen und noch zahlreiche Rotaugen und Schleien haben sie mit ihrem mächtigen Netz aus dem weitestgehend abgelassenen Gewässer herausgeholt.

Morgens um sieben Uhr haben die rund 30 Männer mit der Knochenarbeit begonnen. Nachdem das Wasser abgelassen war, ist noch eine Lache mit einem Zufluss übrig geblieben, in der die Fische gefangen waren. Die "Fischer" zogen, durch den tiefen Schlamm watend, das lange Netz hindurch. Dabei blieben jeweils etliche Zentner Karpfen und andere Fische darin hängen.

Mit dem Kescher wurde der Fang dann an Land geholt und dort sortiert, um daraufhin in großen Bottichen mit Traktoren zu einer Sammelstelle im aufgestauten Röttenbach gefahren zu werden. Dort wurden die Fische gewogen und in Spezial-Transportbehälter verfrachtet, in denen sie lebend zu den Käufern gefahren wurden.

Bis in die späten Nachmittagsstunden hinein dauerte die schweißtreibende Arbeit, die nicht nur von zahlreichen Zuschauern am Weiherrand beobachtet wurde. Auch hunderte Möwen hatten sich eingefunden, um sich an den kleinen, im Schlamm liegen gebliebenen Fischen gütlich zu tun.

Ein Nebeneffekt dabei war, dass die Vögel die sich noch im Rinnsal befindlichen Karpfen direkt zu den Fischern trieben, die diese tierische Unterstützung sehr zu schätzen wussten.

 

KLAUS-DIETER SCHREITER

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