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Die Grundschule Baiersdorf wird ab 2019 digital

Rektorin Sabine Bartsch stellt Medienkonzept der Schule vor — Ein Klassenzimmer wird heuer ausgestattet - 04.01.2019 18:00 Uhr

Eine Lehrerin beim Messebesuch vor einer digitalen Schultafel mit Rechenaufgaben. © Julian Stratenschulte/dpa


Wofür? Das hatte Grundschulrektorin Sabine Bartsch dem Hauptverwaltungs- und Finanzausschuss im Dezember dargelegt, indem sie das Medienkonzept der Schule vorlegte. Dabei geht es um den gezielten Erwerb von Medienkompetenz.

Die Kinder sollen in der Schule auf sicheren Seiten recherchieren lernen und dazu angehalten werden, bei der Kommunikation im Internet den Anstand zu wahren. Sie sollen auch befähigt werden, die Gestaltung und Wirkung von Medieninhalten zu analysieren. Sie sollen überdies ein Bewusstsein für rechtliche Regeln entwickeln und mediale Gefahren erkennen können.

Das in der Baiersdorfer Grundschule gemeinsam entwickelte Medienkonzept hat auch bereits Vorstellungen zur Ausstattung der Klassenzimmer. "Ideal wäre für uns eine Kombination aus digitaler und analoger Tafel", erklärte die Rektorin. In der Mitte ein großer digitaler Darstellungsmonitor, dazu die Flügel rechts und links klassisch als Kreidetafeln. Dazu werden benötigt: ein Notebook für den Lehrer, eine Dokumentenkamera samt Rolltisch, 30 Tablets für die Schüler plus ein Aufbewahrungsmöbel für die Tablets. Außerdem wird ein Drucker gebraucht.

Dabei würden laut Bartsch pro Klassenzimmer Kosten in Höhe von zirka 25 000 Euro entstehen.

Jan Voit (FWG) stellte die Frage, ob es unabdingbar sei, jedes Klassenzimmer digital auszustatten. Angelika Lösel (FWG) meinte unter Verweis auf die Hirnforschung, dass die Kinder der ersten zwei Jahrgangsstufen eher keinen medialen Unterricht bräuchten. Man könne und dürfe nicht auf das Erlernen von Schreiben und Lesen verzichten. Im Übrigen müsse der Austausch zwischen den Klassen möglich sein. 

Christina Lepper (CSU) wollte genauere Überlegungen, wie die Digitalisierung der Schule umgesetzt werden kann. Und Bürgermeister Andreas Galster (CSU) warf ein, dass immer noch der Lehrer entscheidend für die Entwicklung der Kinder sei.

Nachdem Voit erklärt hatte, dass zumindest die Ausstattung jedes Klassenzimmers mit Digitalgroßmonitor und Dokumentenkamera sinnvoll sei, verständigte sich der Ausschuss darauf, dass die Verwaltung mit der Schulleitung die Umsetzung der Digitalisierung absprechen soll. In diesem Jahr soll mit der Digitalen Ausrüstung eines Klassenzimmers begonnen werden.

dik

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