10°

Montag, 16.12.2019

|

Demo gegen AfD-Kundgebung in Erlangen

Breites Bündnis ruft am Mittwoch zur Gegenveranstaltung auf - 12.11.2019 18:00 Uhr

Ein breites demokratisches Bündnis lädt am 13. November 2019 zu einer Gegenveranstaltung auf. Denn die AfD trifft sich zu einer Kundgebung in Erlangen. © Berny Meyer


Frank Riegler von der "Aktion Courage" rechnet mit "100plus" Teilnehmern an einer Demonstration gegen die AfD, die am Mittwoch (13. November) auf dem Besiktasplatz eine Kundgebung zum Thema "Sichere Städte statt sichere Häfen" abhalten will.

Die Stadt Erlangen hatte sich im Juli der "Potsdamer Erklärung" der "Städte sicherer Hafen" zur Aufnahme von aus Seenot geretteter Flüchtlinge angeschlossen. In anderen Städten hatten AfD-Landtagsabgeordnete mit einem VW-Bus Infostände zum Thema abgehalten. "In Erlangen wollen wir eine Kundgebung durchführen", sagt der AfD–Pressesprecher im Landtag Tobias Zeiler auf EN-Anfrage. Die AfD-Kundgebung beginnt um 15 Uhr und soll bis 18 Uhr dauern.

Auch die Gegendemonstranten (Aktion Courage, Stadt Erlangen, Organisationen, Gruppen, Parteien, Initiativen und Gewerkschaften) wollen eine Kundgebung durchführen. Sie beginnt um 14.30 Uhr. "Die AfD wird auf der einen Seite des Brunnens stehen, wir auf der anderen", sagt Frank Riegler.

Reden werden dabei Oberbürgermeister Florian Janik, Bürgermeisterin Elisabeth Preuß als Vertreterin für die "Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion", Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens als Vertreterin "der Seebrücke", die grüne Jugend, Solid, und Frank Riegler für die Action Courage.

Bilderstrecke zum Thema

Aktion Courage: Demo für Menschenwürde in Erlangen

Rund 500 Menschen haben auf dem Rathausplatz in Erlangen für die Einhaltung der Menschenwürde demonstriert. Unter den Hauptrednern waren Uni-Präsident Joachim Hornegger und Oberbürgermeister Florian Janik, der erklärte, dass die "Bürgerinnen und Bürger Europas die vielfältigen Krisen und Umbrüche weltweit nicht länger ignorieren können".


Im Gegensatz zu den "sicheren Hafenstädten", die sich zur Aufnahme von aus Seenot geretteter Flüchtlinge verpflichten, bedeutet nach Ansicht der AfD die Aufnahme von Geflüchteten nichts anderes als Kriminalität und Gewalt in den Städten. Die "Alternative" fordert für Deutschland stattdessen "Express-Abschiebungen" und eine Ausgangssperre in den sogenannten Ankerzentren. Für die Gegendemonstranten will die AfD "die Zerstörung dieser Gesellschaft".

Auch die Polizei wird AfD-Kundgebung und Gegendemonstration im Auge behalten. Nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand seien aber die "üblichen Maßnahmen" ausreichend, erklärte eine Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Mittelfranken.

8

8 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Erlangen