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Bund Naturschutz: StUB statt Umgehungsstraßen

Im Kampf gegen geplante Umfahrungen von Dormitz und Neunkirchen - 17.04.2019 06:00 Uhr

Bei der geplanten Umfahrung von Dormitz läuft gerade ein ergänzendes Planfeststellungsverfahren mit der Auslegung bis zum 8. Mai. Bis zum 22. Mai können noch Einwendungen eingereicht werden. Darauf weisen Ulrich Buchholz als Vorsitzender der Kreisgruppe Forchheim des Bund Naturschutz, Bernhard Birnfeld als Vorsitzender der BN-Ortsgruppe Neunkirchen am Brand und Umgebung, Bernhard Kreissl von der "IG Landwirte Dormitz gegen die Umfahrung", Bettina Wittmann als Sprecherin der Bürgerinitiative "Munk" und Hans-Thomas Benz von der BI Schwabachtal hin.

Protestschild gegen die Ortsumgehung Dormitz. © Scott Johnston


Innerhalb einer Tour durch den Landkreis Forchheim, zu der der Bund Naturschutz eingeladen hatte und bei der es auch um Maßnahmen gegen das Bienensterben ging, wurden auch auf die geforderten Ortsumgehungen von Dormitz und Neunkirchen thematisiert. Seit mehr als einem halben Jahrhundert kämpft der BN gegen die sogenannte Westumfahrung von Neunkirchen und seit 2009 gegen eine Umgehung von Dormitz. Die geplante Trasse würde in der Fortsetzung der seit vielen Jahren ad acta gelegten, in den Planungsunterlagen aber immer noch dargestellten Umfahrung von Buckenhof und Uttenreuth von einem neuen, nun auf Geländeniveau liegenden Kreisverkehr im Bereich der Einmündung Kalchreuth beginnen und mit einem tiefen und sehr breiten Einschnitt den Weiherer und den Rosenbacher Berg durchschneiden.

Weiter ginge es im Halbkreis um Dormitz über alte Streuobstbestände und weitere landwirtschaftliche Kulturen verlaufend, um nach Osten durch die Brandbach-Auen abzuschwenken. Mit neuen Brückenbauten und einem weiteren Kreisverkehr in der Au soll dann an die Südumfahrung Neunkirchen angekoppelt werden. "Mit einem Ruck wären wertvolle extensiv genutzte Wiesen und umliegende landwirtschaftlichen Flächen zerstört. Ausgleichsflächen sollen das richten. Bei näherem Hinsehen wird jedoch schnell klar — die gibt es in dieser Qualität nicht. Obendrein ist Fläche generell nicht vermehrbar", kritisieren die Vertreter des Bund Naturschutz.

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Die mit Anschluss nahe des Kreisverkehrs in der Brandbach-Au geplante Westumfahrung Neunkirchens würde zunächst weiter mitten durch die Auenbereiche der Bäche Brand- und Ebersbach verlaufen, um hernach nördlich das fruchtbare Ebersbach-Tal zu durchqueren. Dort liegen die Lebensräume von Biber, Eisvogel, Braunkehlchen, Kiebitz, Bechsteinfledermaus, wertvollen Amphibien und Flussmuscheln.

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Derartige Lebensräume seien nicht nur rar geworden, sondern — wenn sie gefunden werden sollten — gerade von diesen zum Umquartieren auserkorenen Arten eng besetzt. Der BN und die weiteren Gruppen fordern statt der Umfahrungen daher den Bau der umweltfreundlichen Stadt-Umland-Bahn von Erlangen über Dormitz und Neunkirchen am Brand bis Eschenau. 

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