Dienstag, 12.11.2019

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Buckenhof: Ein Erfolgsmodell mit Zukunft

Seniorenwohnen mit sozialer Komponente in der Zeidelweide feierte zehnjähriges Bestehen. - 04.08.2019 15:00 Uhr

Über eine kleine Spende von Landrat Alexander Tritthart für den Seniorenbeirat freute sich Hans-Jürgen Kaiser, Vorsitzender des Beirats und der örtlichen Awo. © Awo Buckenhof


Grund genug einmal Bilanz zu ziehen. Gleichzeitig fand das gemeinsame Sommerfest des VdK Uttenreuth und der AWO Spardorf-Buckenhof im Innenhof der Wohnanlage statt.

Neben zahlreichen Besuchern konnte der Vorsitzende des Seniorenbeirats Landrat Alexander Tritthart, den Bürgermeister von Buckenhof, Georg Förster, und die Bürgermeisterin von Spardorf, Birgit Herbst, begrüßen. Ebenso anwesend waren die SPD-Landtagsabgeordnete Alexandra Hiersemann und Awo-Kreisvorsitzender Christian Pech.

Georg Förster erläuterte das Konzept der Anlage und machte deutlich, dass mit dieser Wohnanlage neue Wege beschritten wurden. "Wege, die weg vom schnellen Mitnahmegeschäft der Bauträger, hin zum nachhaltigen Handeln für Buckenhofer Bürger und deren Angehörige geführt haben. Das war uns wichtig", so Förster. Insofern können Gemeinden viel erreichen.

Die Gemeinde hatte damals viel Geld in die Hand genommen, insgesamt fast 800 000 Euro. Das war der Grundstock, den sie eingebracht hat, und der dem Bauträger zugute kam. Für diesen Preis wollte die Kommune auch etwas haben. Nicht für sich, sondern für ihre Bürger, und das auf Dauer. So konnte sie mitreden bei der Einrichtung und Gestaltung der Wohnungen, selbst bei der Vermietung. Wichtig war u.a. die Form der Vergabe der Wohnungen. Diese erfolgt nach einem Punktesystem: Buckenhofer haben Vorrang, dann für Angehörige von Buckenhofern, Schwerbehinderte, Wartezeit, Alter und auch das Einkommen spielt eine Rolle. Besonderen Wert legten die Räte auf ein lebenslanges Wohnrecht – wie in einem Eigenheim. Im Alter nicht mehr umziehen zu müssen, das gibt Senioren Sicherheit.

Die Baugenossenschaft des Verkehrspersonals konnte im damaligen Wettbewerb den Gemeinderat am besten von ihrem Konzept überzeugen und erhielt den Zuschlag. Die Wohnungen meist zwischen 60 und 65 Quadratmeter groß, verfügen über einen großzügigen Balkon oder eine Terrasse und sind barrierefrei.

Der Ortsverein der Awo betreibt die integrierte Begegnungsstätte, der eine Beratungsstelle für pflegende Angehörige der Awo angeschlossen ist. Hier treffen sich Seniorengruppen, der Krankenhausbesuchsdient und ein Chor. Es gibt Kaffeenachmittage und der Raum steht selbstverständlich allen Bewohnern für Feiern zur Verfügung, und auch anderen Bürgern.

Landrat Alexander Tritthart fand das Konzept großartig und ließ es sich nicht nehmen zwei Wohnungen zu besichtigen. "Ich würde mir wünschen, dass mehr Gemeinden im Landkreis eine solche Linie verfolgen würden, das würde vielen älteren Bürgern entgegenkommen", so Tritthart.

Ebenso würdigte er das Engagement des Vorsitzenden des Seniorenbeirats, Hans-Jürgen Kaiser, der nebenher auch noch Awo-Ortsvereinsvorsitzender und Vorsitzender des VdK Uttenreuth ist. Als Dank überreichte er ihm einen Spendenumschlag für die Arbeit des Seniorenbeirats.

Kaiser bedankte sich bei den vielen Ehrenamtlichen, die geholfen hatten, das Fest auszurichten, insbesondere bei den Kameraden der Buckenhofer Feuerwehr. Sie hatten geholfen, die vielen Bierbänke aufzustellen. Bürgermeister Georg Förster lud alle ehrenamtlichen Helfer für den Herbst auf ein Helferessen in den Hallerhof ein.

Im Anschluss an die Reden fanden viele Portionen Spanferkel und etliche Stücke selbstgebackener Kuchen den Weg in die Mägen der Gäste. Für gute Stimmung sorgte der Spielmannszug der Spielvereinigung Erlangen.

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