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Samstag, 20.07.2019

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Bubenreuth plant Entwicklungskonzept für Posteläcker

Der Auftrag wurde in nichtöffentlicher Sitzung vergeben - 22.03.2019 15:17 Uhr

Die Entwicklung der Posteläcker zwischen Geigenbauersiedlung (links) und altem Ortskern ist ein zentraler Punkt für die Bubenreuther Ortsentwicklung. Allerdings scheint nur das vordere Areal an der Birkenallee uneingeschränkt für Wohnbebauung geeignet zu sein. © Klaus-Dieter Schreiter


Das Zusammenwachsen des alten Ortskerns mit der Geigenbauersiedlung durch schrittweise Wohnbauland- oder auch Gewerbeentwicklung auf den Postel-äckern ist seit langem das Ziel der Gemeinde. Bereits während einer Klausurtagung vor drei Jahren ist das ausführlich diskutiert worden. Schon damals war man sich aber auch weitgehend darüber einig, dass die Entwicklung des Gebietes wegen der zahlreichen Probleme wie Lärm durch Bahn und Schnellstraße, die schwierige Anbindung an leistungsfähige Verkehrswege, die über das Gebiet führende Hochspannungsleitung der Bahn und der Hochwasserschutz viel Planungsaufwand erfordern. Mit der Vergabe des Auftrags für ein Entwicklungskonzept an die "Deutsche Stadt- und Grundstücksgesellschaft (DSK)" ist nun jedoch ein wichtiger Schritt getan worden, um die Entwicklung der Posteläcker voranzutreiben.

Zwar ist zur Bahn hin ein mächtiger Lärmschutzwall aufgeschüttet worden, auf den sogar noch eine Lärmschutzwand gesetzt werden soll, jedoch scheint der Lärm von den Verkehrswegen dahinter trotzdem eines der größten Probleme zu sein. Wie der Geschäftsleitende Beamte der Gemeinde, Helmut Racher, den Erlanger Nachrichten auf Nachfrage erläuterte, ist darum das westliche Drittel der Fläche für Wohnbebauung nicht geeignet. In dem mittleren Drittel müssten Wohngebäude vermutlich mit viel passivem Lärmschutz ausgestattet werde. Ein echtes Filetstück scheint dagegen der Teil zu sein, der an die Birkenallee zwischen Kirche und Ärztehaus liegt.

Anbindung problematisch

Nicht ganz einfach scheint auch die Anbindung an das Bubenreuther Straßennetz zu sein. Über die Frankenstraße ist das problematisch, weil die sowohl im Norden als auch im Süden an neuralgischen Punkten endet. Auch eine Anbindung an die enge Binsenstraße über eine vorhandene Baulücke scheint nicht optimal. Und dann muss auch noch der Hochwasserschutz berücksichtigt werden. Denn bei Starkregen können Sturzfluten aus Rathsberg durch die Postelschlucht den Hang hinunter fließen. Die müssen irgendwo an oder in den Posteläckern gepuffert werden, weil die Durchlässe unter Bahn, Staatsstraße und Autobahn nur klein sind.

Weil für die Bubenreuther Verwaltung die Arbeit an den Plänen für die Posteläcker ein Schwerpunkt ist, könnte der Bebauungsplan schon in zwei Jahren fertig sein. Die Bebauung selbst könnte dann bereits im Jahre 2024 beginnen. 

KLAUS-DIETER SCHREITER

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