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Bergkirchweih 2019: Alle Infos zum Berg in Erlangen

Am 6. Juni beginnt die fünfte Jahreszeit, diesmal kann man sogar heiraten - 05.06.2019 13:54 Uhr

Diesen Moment sehnen alle Berg-Fans herbei: Oberbürgermeister Florian Janik beim Anstich der Bergkirchweih. © Harald Sippel


Nicht nur für eingefleischte Ur-Erlanger ist es die schönste Zeit des Jahres. Die Bergkirchweih lockt bis zu eine Million Gäste in die Hugenottenstadt. Zwölf Tage dauert die Kirchweih auf dem Erlanger Burgberg im Norden der Stadt, los geht es traditionell am Donnerstag vor Pfingsten. In diesem Jahr ist es der 6. Juni.

Um 17 Uhr wird Oberbürgermeister Florian Janik vor dem Henninger Keller direkt an der T-Kreuzung - gleich am Ende der Bergstraße - das erste Fass anstechen und Freibier ausgeben. Damit ist die Bergkirchweih offiziell eröffnet. 

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12 Tipps für 12 Tage: So schafft man den großen Bergschein

Zwölf Tage Ausnahmezustand: Die Erlanger Bergkirchweih versetzt eine ganze Stadt in den Wahnsinn. Echte Berg-Fans feiern jeden Tag mit. Wie man das schafft? Mit diesen zwölf Tipps für den großen Bergschein.


Zwölf Tage dauert die Bergkirchweih, die alle Erlanger einfach nur "Berg" nennen. Jeden Tag öffnen Keller, Schausteller und Fahrgeschäfte um 10 Uhr, übrigens auch schon vor dem Anstich am ersten Tag.

Die meisten Bierkeller, insgesamt sind es 13, sind im westlichen Teil des langgestreckten Berg-Geländes, Fahrgeschäfte und Schausteller befinden sich im Osten. Es gibt auch viele neue. Hinzu kommen drei Berg-Wachen für Polizei und Rettungskräfte, sie sorgen für die Sicherheit am Gelände. Das wurde übrigens wieder schön aufgeräumt, nachdem vorab noch fleißig gebaut wurde.

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Die Biergarten-Saison am Entlas Keller in Erlangen ist eröffnet

Sonne sei dank: Am Entlas Keller in Erlangen ist einen Tag früher geplant die Biergarten-Saison 2019 eröffnet worden. Kellerwirt Vincenz Schiller konnte viele, viele Besucher begrüßen.


Die größten Bierkeller sind der Erich Keller und ganz im Westen der Entlas Keller, der auch außerhalb der Bergkirchweih als einziger einen Biergarten betreibt. Die Keller bieten unterschiedliches Bier an, die Erlanger Marken Kitzmann - wobei das nun erstmals in Kulmbach gebraut wird - und Steinbach, aber auch Tucher und Mönchshof.

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Das neue Kitzmann-Festbier aus Kulmbach für die Bergkirchweih

Das Kitzmann-Bier wird seit einigen Wochen nicht mehr in Erlangen, sondern in Kulmbach gebraut — doch eine Tradition bleibt bestehen: In der Kitzmann-Bräuschänke ist das Festbier für die Bergkirchweih 2019 vorgestellt worden. Angestochen wurde das erste Fass von Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik.


2018 lag der Preis für eine Maß bei 9,50 Euro, 2019 bleibt der Preis gleich. Und aufgepasst: Für den Steinkrug verlangen die Wirte fünf Euro Pfand. Es lohnt sich also, ihn nicht zu verlieren.

+++ Hier geht's zum Facebook-Event der Bergkirchweih 2019 +++

Während der zwölf Tage Bergkirchweih spielen Bands jeden Abend Live-Musik auf den Kellern. Außerdem gibt es traditionelle Programmpunkte wie den Familientag am 13. Juni, den Berg-Gottesdienst am Erich Keller am 16. Juni sowie natürlich den Tag des Abschieds. Am Montag, 17. Juni, ist die Sause zu Ende. Um 23 Uhr wird am Erich Keller das letzte Fass der Kirchweih vergraben. Die Band "Moskitos" spielt das letzte Lied, zu "Lili Marleen" schwenken alle weiße Taschentücher. Dann ist es vorbei.

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Nach dem letzten Schluck: Fass-Beerdigung auf dem Erlanger Berg 2018

Mit neuen Wirten, einem echten Pfarrer, nämlich Wolfgang Leyk von der Neustädter Kirche, aber mit einem alten Ritual ist das letzte Fass Bier auf dem Erich Keller begraben worden. Der Oberbürgermeister hat dieses Mal eine ordentliche Verlängerung genehmigt und kräftig mitgefeiert, die Moskitos heizten dem Publikum noch einmal mächtig ein.


Auch an den restlichen Berg-Tagen ist auf den Kellern und an den Fahrgeschäften um 23 Uhr Schluss. Das führt zum bekannten Alm-Abtrieb, die Berg-Besucher strömen in die Innenstadt, um nach Hause zu fahren oder beim After Berg weiterzufeiern. Bars und Discos haben schließlich weiterhin geöffnet. 

Damit die Berg-Besucher auch mobil sind, verstärkt die VAG ihr Fahrtenangebot zwischen Erlangen und Nürnberg und im Erlanger Land. Auch Nightliner verkehren häufiger.

Tipps fürs erste Mal: So läuft's am Berg

Tipps für Berg-Premieren: Die Anreise am besten ohne Auto, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad oder zu Fuß planen. Vom Erlanger Hauptbahnhof fahren Sonderbusse zum Berg-Gelände, doch die Strecke lässt sich auch entspannt zu Fuß bewältigen. Getränke oder große Taschen darf man nicht aufs Berg-Gelände mitnehmen, es gibt Kontrollen an den Zugängen. Was traditionell erlaubt ist auf den Kellern: Man darf sich seine eigene Brotzeit mitbringen. Für viele Erlanger gehört das zum Frühschoppen dazu. 

Mein Ende des After-Bergs: Persönlicher Rückblick auf 2018

Empfohlen ist auch: festes Schuhwerk, das auch mal dreckig werden darf. Für Frauen Kleingeld für die Toiletten sowie ein gutes Zeitmanagement, damit man trotz Warteschlange rechtzeitig dran ist. Eine Kleiderordnung gibt es nicht. Die jüngere Generation trägt oft Dirndl und Lederhose, für viele Erlanger gehört diese oberbayerische Tradition allerdings nicht zur Bergkirchweih. So oder so: Wir küren jedes Jahr Miss & Mister Berg.

Ein besonderes Highlight gibt es 2019 auch wieder: Drei Paare haben das Glück, auf der Bergkirchweih heiraten zu dürfen. Oberbürgermeister Janik führt die Trauung durch, anschließend geht es für die Paare ins Riesenrad. Das gab es schon einmal, im 260. Jahr der Bergkirchweih haben Erlanger auf dem Riesenrad, dem von überall sichtbaren Symbol der Bergkirchweih, geheiratet. Die Termine für dieses Jahr sind längst ausgebucht. Eine Riesenrad-Fahrt aber lohnt sich auch ohne Trauung.

Zum Abspielen des Videos vom Aufbau des Riesenrads drücken Sie bitte den Play-Button.

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Brezen, Bier, Dirndl: Die Bergkirchweih im Wandel der Zeit

Die Erlanger Bergkirchweih ist der Höhepunkt im Kalender der Hugenottenstadt. Seit über 250 Jahren wird an Pfingsten auf dem Festgelände am Erlanger Burgberg getrunken, gefeiert und getanzt. Wir blicken zurück in Zeiten, als Männer noch Hüte trugen und das Bier noch 6,50 Mark kostete.


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