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Bahn kommt in Bubenreuth langsam in die Gänge

Neuer Vorschlag könnte endlich eine Lösung für die Fahrrad-Abstellplätze am umgestalteten S-Bahn-Haltepunkt bringen. - 11.06.2020 16:30 Uhr

Mit dem Rad für die Weiterfahrt zum neuen S-Bahn-Haltepunkt in Bubenreuth strampeln: Das wäre ein toller Beitrag für den Klimaschutz vor Ort. Doch momentan fehlt noch ein ordentlicher Abstellplatz.


Seit die Bauarbeiten der Bahn abgeschlossen sind, drängt die Gemeinde Bubenreuth darauf, dass die Fahrrad-Abstellanlage wieder errichtet wird. Laut Bürgermeister Norbert Stumpf hat die Bahn das dafür notwendige Grundstück östlich der Geleise auch schon in ihrem Besitz, doch gibt es Gerangel darüber, wer nun was baut. Jedoch ist die Bahn verpflichtet die Stellplätze wieder zu errichten, die es ursprünglich dort gegeben hat. Das waren laut dem Geschäftsführenden Beamten der Gemeinde Bubenreuth, Helmut Racher, 20 auf der Ostseite und zehn auf der Westseite der Gleise. Laut Racher sind das jedoch zehn weniger, als ursprünglich noch zu D-Mark-Zeiten einmal vom Freistaat bezuschusst worden sind. Folglich erwartet die Gemeinde nun auch die Wiederherstellung von 40 Abstellplätzen. Dazu ist die Bahn offenbar auch bereit.

Wie Bürgermeister Stumpf während der jüngsten Gemeinderatsitzung sagte, sollten die Fahrradständer bereits vor Weihnachten letzten Jahres fertig sein. Passiert ist allerdings nichts. Weil die Bahn ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen sei, habe er das bayerische Verkehrsministerium eingeschaltet, berichtete der Bürgermeister während der jüngsten Ratssitzung.

Es gibt einen Plan

Immerhin gibt es inzwischen einen Plan darüber, wie die Anlage einmal aussehen soll. Demnach können auf dem Bahngrundstück im Anschluss an die von der Bahn zu erstellenden 40 Plätze weitere vorgesehen werden. Die will die Gemeinde bauen und damit dem Vorschlag des Verkehrsverbunds für den Großraum Nürnberg (VGN) folgen, der laut Racher die Notwendigkeit von bis zu 140 Fahrradabstellplätzen sieht. Für die von der Gemeinde gebauten Plätze gibt es laut Racher eine Förderung in nicht unerheblichem Umfang.

Die Bahn hatte diesem gemeindlichen "Anbau" offenbar grundsätzlich zugestimmt, doch schwebt ihr vor, dass sich die Gemeinde an den Kosten für Infrastruktur wie Zuweg, Entwässerung und Elektroinstallation beteiligt. Das aber lehnt die Gemeinde ab, weil die Bahn diesen Grundaufwand für ihre Anlage, zu deren Bau sie verpflichtet ist, ohnehin leisten muss.

Druck vom Ministerium

Nun hat sich laut Helmut Racher die Bahn aber plötzlich bei der Gemeinde gemeldet, offenbar weil sie Druck vom Ministerium bekommen hat. Ihr Vorschlag sei, dass die Gemeinde die von der Bahn zu errichtende Abstellanlage im Auftrag der Bahn baut. Die Kosten würde die Bahn übernehmen. Das scheint für die Gemeinde eine annehmbare Lösung zu sein. Nach Fertigstellung dieser Anlage für 40 Plätze würde die Gemeinde ihre eigenen Plätze an die vorhandene Anlage daran bauen. Wann alles fertig ist und die Pendler ihre Drahtesel dort endlich abstellen können, ist aber noch nicht klar. Doch immerhin hätte die Gemeinde das Heft des Handelns in der Hand, wenn sie dem Bahnvorschlag zustimmen sollte.

kds

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