Montag, 16.12.2019

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CSU-Politikerin: "E-Scooter haben auf Gehwegen nichts zu suchen"

Noch immer ist unklar, wann die Tretroller in Nürnberg erlaubt sind - 17.07.2019 11:30 Uhr

In Bamberg wurden die E-Scooter bereits im Frühjahr getestet. © Sebastian Lunz


In der neuen Verordnung für Elektrokleinstfahrzeuge wurde eindeutig ein Verbot für die Nutzung der E-Scooter auf Gehwegen und in Fußgängerzonen festgelegt. Zudem gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h für E-Tretroller sowie ein Mindestalter der Fahrer von 14 Jahren.


Kommentar: E-Scooter-Debatte lenkt von Problemen ab


Barbara Regitz erklärte: "Das Verbot für E-Scooter auf Gehwegen und in Fußgängerzonen begrüße ich außerordentlich. Insbesondere für Senioren, Kinder oder auch Blinde und sehbehinderte Menschen hätte sonst eine erhöhte Unfallgefahr gedroht. Erfahrungen aus anderen Ländern wie den Niederlanden, Israel und den USA, wo die Elektro-Tretroller bereits seit längerer Zeit zugelassen sind, zeigen uns, dass es dort trotz auch Verbots auf Gehwegen leider immer wieder zu schweren Zusammenstößen, gerade mit älteren Leuten, kommt." Die seniorenpolitische Sprecherin der CSU-Landtagsfraktion weiter: "E-Scooter haben bei uns auf Gehwegen und in Fußgängerzonen nichts zu suchen! Der Gehweg muss für den Fußgänger ein Schutzraum bleiben."

Nach ersten Unfällen mit E-Scootern – allein in München waren es in den vergangenen Tagen sechs, die von der Polizei aufgenommen werden mussten – regt die Gewerkschaft der Polizei eine Helmpflicht in Deutschland an. In München rechnen Verkehrsexperten in diesem Jahr mit rund 10.000 Elektro-Tretrollern, in Nürnberg mit bis zu 2000 Stück. Wann die E-Scooter nach Nürnberg kommen, ist derzeit noch offen. Die Stadt ist nach Angaben von Baureferent Daniel Ulrich mit vier Anbietern im Gespräch.

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Unterwegs mit dem E-Scooter: Diese Regeln gelten auf den Tretrollern

Seit dem 15. Juni 2019 dürfen Elektro-Tretroller auf den deutschen Straßen flächendeckend fahren und werden unter anderem in München rege genutzt. Folgende Regeln gelten dabei laut Polizei München und dem Bundesverkehrsministerium für die Fahrer.


Barbara Regitz sieht in den E-Scootern generell einen durchaus positiven Beitrag: "Die E-Tretroller sind in Bahnen und Bussen leicht transportierbar und können den ÖPNV attraktiver machen. Wenn ich von der Haltestelle zu meinem Zielort zum Beispiel nur noch einen Kilometer habe, dann ist der E-Scooter gewiss eine sinnvolle Alternative zum Taxi."

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