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Bundeswehr investiert mehr als 200 Millionen Euro in Roth

Otto-Lilienthal-Kaserne wird gestärkt - Weitere Investitionen im Freistaat - 03.06.2019 16:21 Uhr

Schießtraining gehört zum Ausbildungskanon in der Kaserne in Roth. 2023 beginnt der Lehrbetrieb für die Offiziere. © Foto: Erik Stecher


Bis 2011 war Roth der größte Bundeswehrstandort in Bayern. Als die neuen Kampfhubschrauber nur ins hessische Fritzlar und nicht mehr nach Roth sollten, drohte der Kaserne das Aus.

Doch die Entscheidung, die Offiziersschule der Luftwaffe von Fürstenfeldbruck nach Franken zu verlegen, bringt neues Leben in die Anlage. Ab 2023 sollen mehr als 700 Lehrgangsteilnehmer dort zeitgleich ausgebildet werden.

Allein die Bauten für die Offiziersschule kosten 144 Millionen Euro. Da sind etwa neue Unterkünfte, die jetzt mit Einzelzimmern ausgestattet werden, um die Attraktivität des Militärdienstes zu erhöhen. Ein Lehrsaalgebäude, ein Zentrales "Waffenkammergebäude" und ein neues Sportzentrum sind ebenfalls auf den Plänen vermerkt.

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Die wechselvolle Geschichte der Otto-Lilienthal-Kaserne in Roth

In der Otto-Lilienthal-Kaserne wird nun mit dem Bau einer Offiziersschule ein neues Kapitel aufgeschlagen. In den Jahren zuvor war der Bundeswehr-Standort unter anderem durch den Abzug von Einheiten wie dem Kampfhubschrauberregiment 25 schwer gebeutelt worden. In unserer Bildergalerie blicken wir zurück auf die Geschichte der Kaserne und ihre Verankerung in der Stadt.


Weitere 35 Millionen Euro kostet der Bau von neuen Straßen sowie Leitungen. Dazu kommen 20 Millionen Euro für einen Neubau des Sanitätsversorgungszentrums, die Erneuerung der bestehenden Kompaniegebäude sowie ein Rückbau einer unterirdischen Tankanlage für den einstigen Hubschrauberstandort.

Karrierecenter in Nürnberg wird erneuert

Noch nicht in den bisher veranschlagten 199 Millionen Euro enthalten sind der Neubau eines ABC-Übungshauses sowie weitere Wirtschaftsgebäude. Weitere Investitionen der Bundeswehr in Bayern wirken eher klein. So wird im Karrierecenter in Nürnberg das IT-Leitungsnetz erneuert. Der Standort Greding bekommt eine neue Werkstatt, obendrein wird der Bremsenprüfstand erneuert.

"In fast allen der über 240 Liegenschaften der Bundeswehr in Bayern werden in den kommenden Jahren Infrastrukturvorhaben realisiert," sagte Sprecherin des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw). Die Liegenschaften der Bundeswehr in Bayern sind auf 90 Gemeinden verteilt.

Neue Schwimmhalle

Weitere Baumaßnahmen gibt es der Sprecherin zufolge an den Ausbildungsstätten im unterfränkischen Hammelburg (Landkreis Bad Kissingen) und Pöcking (Landkreis Starnberg). An der Universität der Bundeswehr in Neubiberg im Süden von München wird ebenfalls modernisiert. Neben neuen Unterkünften wird dort dieses Jahr außerdem eine Schwimmhalle fertiggestellt.

Ein weiteres größeres Projekt steht im schwäbischen Untermeitingen (Landkreis Augsburg) an. Dort wird die Infrastruktur zur Unterbringung von zehn Transportflugzeugen Typ A400M errichtet. Die Start- und Landebahn wird verstärkt; neue Roll- und Abstellflächen für die Flugzeuge werden gebaut.

 

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