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Donnerstag, 27.06.2019

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Brasilien lässt grüßen

Laura Belém präsentiert als 3. Künstlerin von "art residency" ihren Ansatz - 14.05.2019 09:38 Uhr

An der Seite von Laura Belém (von rechts): Helmut Braun, Christa Rey (Öffentlichkeitsarbeit Kunst) und Stephan Michels (Projektbegleitung "art in residency" der Tagungsstätte Wildbad unter den Arkaden an der Tauber. © Weber


Sie werde sich bei ihrer Arbeit auf dem Gelände an der Tauber ganz besonders auch mit dem Thema "Wasser" beschäftigen, kündigte sie an und sprach bei der ersten Pressekonferenz auch von einer Skulptur- und Klanginstallation, die sie sich hier durchaus vorstellen könne.

In einem "ergebnisoffenen künstlerischen Prozess", so der Kunstbeauftragte Helmut Braun der evangelischen Landeskirche, werde sie sich diesem Thema nicht von ungefähr mit dieser Installation widmen, die an ihrem Platz in der Parkanlage auch mit der Geschichte des Hauses und seiner Lage am Flussufer korres­pondiere.

Die 1974 in Belo Horizonte geborene, in Sao Paulo lebende und arbeitende Künstlerin ist eine Meisterin ihres Fachs. Sie studierte in London Design und Kunst und kann bereits auf eine ganze Reihe von internationalen Stipendien und Auszeichnungen verweisen.

So hat sie an der 51. Auflage der gerade wieder in Venedig laufenden Kunstbiennale teilgenommen. Ihre Installation machte mit zwei alten Holzbooten, die sich gegenüberlagen mit Lampe im Bug, als Sinnbild für Interaktion und Kommunikation auf sich aufmerksam.

Außerdem war Laura Belém Stipendiatin bei der Triangle Arts Association in Brooklyn, New York. 2018 erhielt sie den Sao Paulo Arte Award. Das Rothenburger Wildbad ist nicht ihre erste Station als "Artist in residency". Vorher hatte sie bei der renommierten Delfina Foundation in London einen dreimonatigen Aufenthalt mit künstlerischem Auftrag. Diese "Residenzen" seien grundlegend für ihr experimentelles, künstlerisches Schaffen, betont die brasilianische Künstlerin. Laura Belém ist vielseitig, bedient die Bereiche Installation, Skulptur, Fotografie, Klangkunst, Video und Zeichnung.

Das Projekt "art residency wildbad" findet im dritten Jahr statt und ist auf mindestens zehn Jahre angelegt. Dafür können sich die Künstler nicht selbst bewerben, sondern müssen von Mitgliedern der Jury vorgeschlagen werden. Das Wildbad stellt neben Kost und Logis für die Künstler sowie die Atelierräume jedes Jahr ein Budget von rund 30000 Euro zur Verfügung. Weitere Gelder aus dem Kunstfonds der bayerischen Landeskirche sowie von Sponsoren. Bisherige Künstler: das Nürnberger Duo Böhler & Orendt (2017) und die Bildhauerin Ulrike Mohr aus Berlin (2018). 

-ww-

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