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Bahntrasse im Inntal: Ausbau als alleinige Lösung vom Tisch

Die neue Strecke soll die Kapazitäten zum Brenner-Basistunnel erweitern - 01.07.2019 19:18 Uhr

Ein Güterzug fährt über dem Eingang zum Zugangsstollen zum Brenner Basistunnel bei Steinach (Österreich). Parallel zum Neubau der Zubringerstrecke durchs oberbayerische Inntal zum Brennerbasistunnel soll die bestehende Trasse modernisiert werden. © Karl-Josef Hildenbrand, NN


Dies sei geprüft worden. "Und die klare Antwort: Nein, das ist es nicht", sagte der Projektleiter der Bahn, Torsten Gruber am Montag in Rosenheim. Bürgerinitiativen hatten diese Lösung gefordert. Sie reagierten enttäuscht. Nach ihrer Ansicht ist die Neubaustrecke überflüssig.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sagte, es müsse den Anliegen in der Region Rechnung getragen werden. Es gehe aber auch darum, Güterverkehr auf die Schiene zu bringen und internationale Verpflichtungen zu erfüllen. Andernorts freuten sich die Bürger über moderne Neubaustrecken.

Die Grafik zeigt die möglichen Verläufe der umstrittenen Neubaustrecke im Inntal. © -, dpa


Die Bahn legte fünf Vorschläge für Grobtrassen vor. Zwei mögliche Stränge sehen die Planer der Bahn östlich von Rosenheim etwa bei Stephanskirchen. Eine dieser Trassen würde zu großen Teilen im Tunnel laufen - weshalb sie seitens der Politik auf Sympathien stößt. Westlich von Rosenheim bei Kolbermoor gibt es drei Varianten, Tunnellösungen sind aber dort wegen der Bodenbeschaffenheit schwierig. Im Süden, wo das Inntal sehr eng wird, sehen mehrere Varianten wiederum Tunnel vor.


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Die neue Strecke soll die Kapazitäten zum Brenner-Basistunnel erweitern, der ab etwa 2028 mehr Güter auf die Schiene bringen und die Brennerroute vom Lastwagenverkehr entlasten soll. Eine Neubaustrecke auf deutscher Seite könnte nach Schätzungen frühestens 2038 fertig sein. Bis dahin aber reiche die bestehende Strecke, die dafür modernisiert werden solle, hieß es.

dpa

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