Freitag, 06.12.2019

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Steigerwald-Ranger laden zum "Waldbaden" ein

Japanische Tradition kommt nach Bad Windsheim - 17.07.2019 18:00 Uhr

"Baden in der Waldluft" wird jetzt auch in Franken möglich sein. Eine Kooperation von Naturpark Steigerwald e.V. und Bad Windsheimer KKT machts möglich. © Privat


Treffpunkt ist immer der Wanderparkplatz Gräfwasen an der Kreisstraße zwischen Bad Windsheim und Oberntief. Waldbaden kommt aus Japan und wird dort als "Shinrin-Yoku" bezeichnet, was wörtlich übersetzt „Baden in der Waldluft“ heißt. Diese Übersetzung ist jedoch nicht allzu wörtlich zu nehmen, denn zum Waldbaden braucht man keine Badehose. Es geht vielmehr darum, die Atmosphäre des Waldes mit allen Sinnen wahrzunehmen und sich auf sich selbst zu konzentrieren.

Studien zeigen, dass sowohl das Immunsystem als auch die geistige Gesundheit durch die Fülle an verschiedenen Reizen im Wald stimuliert und gestärkt werden können. Die Idee zum Waldbaden hatten sowohl Bürgermeister Bernhard Kisch als auch der Kurdirektor der Stadt Bad Windsheim, Mike Bernasco. Dieser erkannte sofort: "Wald haben wir!" und leitete alles in die richtigen Wege. Sowohl für Gäste als auch für Einheimische stellt das Waldbaden eine neue spannende Freizeitaktivität dar. "Langfristiges Ziel der KKT ist es, ein breitgefächertes Angebot an Ausflugzielen und Freizeitmöglichkeiten zu erstellen", sagt Bernasco. Hierdurch soll die Attraktivität Bad Windsheims noch gesteigert werden. Für die Umsetzung der kostenlosen Kurse sorgen die Ranger des Naturparks Steigerwald e.V. Diese sind vor allem für den Naturschutz des Steigerwalds, die Öffentlichkeitsarbeit und die naturbetonte Erholung zuständig.

Sorgen und Alltag

Mit zahlreichen Führungen und Veranstaltungen begleiten die Naturpark-Ranger durchs Jahr und bereichern die Outdoor-Freizeitmöglichkeiten der Region. Vor allem Wissensvermittlung und Sensibilisierung für Natur und den besonderen Naturraum Steigerwald stehen im Vordergrund. Bürgermeister Bernhard Kisch, stellvertretende Landrätin Kellner, Kurdirektor Bernasco und weitere Interessierte konnten sich bereits vom positiven Effekt des Waldbadens überzeugen. Die Rangerin des Naturparks, Alexandra Kellner, leitete beim Entspannen an und konnte von dem Konzept überzeugen.

Bei Atemübungen, bewusstem Betrachten des Waldes und dem Lauschen der lebendigen Umgebung, vergaßen die Teilnehmer für kurze Zeit Sorgen und Alltag. So wurden sogar die Smartphones für kurze Zeit in den geparkten Autos zurückgelassen. Die Rangerin des Steigerwald wies darauf hin, dass die Anzahl der Kurse erhöht werden könne, sollte das Waldbaden so gut wie erwartet bei Einheimischen und Touristen ankommen. Die Kooperation mit dem Naturpark ist aus Sicht der Kur-, Kongress- und Touristik GmbH ein besonders großer Erfolg, überschneiden sich doch viele Belange. Besonders positiv geht die zukünftige Mitgliedschaft der Stadt Bad Windsheim beim Naturpark Steigerwald e.V. aus der Kooperation hervor.

nb

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