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Dienstag, 11.08.2020

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Kirche in Obernzenn: Mehr Arbeit als angenommen

Die Sanierung des Dachwerks der Sakristei ist weitgehend abgeschlossen. - 03.07.2020 14:00 Uhr

Die Glocken hängen an der Decke.

© Foto: Helmut Meixner


In Angriff genommen wurden mittlerweile die Arbeiten im oberen Bereich des Turmes. Was beim Abdecken zum Vorschein kam, überraschte zwar nicht, verdeutlichte jedoch auch, dass noch weit mehr zu tun ist, als ursprünglich angenommen und geplant.

Pfarrer Leonhard Hewelt und der Koordinator der Baumaßnahmen, Georg Sturm, blickten beim jüngsten Ortstermin auf ein Gebälk, an dessen Austausch in weiten Teilen sicherlich kein Weg vorbeiführen dürfte. Sowohl der für die Sanierung des Tragwerkbaus der Kirche maßgeblich verantwortliche Bautechniker Jürgen Schmid, als auch Diplom-Ingenieur Walter Schwarz, zeigten anhand der freigelegten, maroden Balken auf, was unumgänglich erneuert werden muss oder mit welchen Mitteln die mit einem Fragezeichen versehenen Bauteile, im Sinne und im Einvernehmen mit dem Denkmalschutz, erhalten werden könnten.

Erst einmal heißt es, die geschädigten Eckstützen freizulegen, um sie von Experten des Denkmalschutzes bewerten zu lassen. Bereits eingebaut wurde eine Hilfskonstruktion, mit deren Hilfe der Durchhang im Sterngebälk des Turmes um zirka drei Zentimeter zurückgeformt werden konnte.

Komplett ausgetauscht werden müssen, aller Wahrscheinlichkeit nach, der Wandrähm, der die Fachwerkwand nach oben hin waagrecht abschließt sowie die Mauerlatten auf der Süd- sowie auf der Westseite des Turmes. Auf den weniger beschädigten Nord- und Ostseiten könnte in den Ecken ein Teilersatz des vorhandenen Gebälkes in Betracht kommen.

Erst im Anschluss an die Sanierung des Sterngebälks, das die Deckenebene der Glockenstube darstellt, können, da die Glocken an die Decke gehängt werden müssen, die Arbeiten im Bereich des Glockenstuhls in Angriff genommen werden. Vorsorglich demontiert wurden zwischenzeitlich bereits die Zifferblätter, die Zeiger samt Motoren sowie die Ketten und die Turmzier.

Deren Teile, bestehend aus einem Hahn, der Kugel, dem Turmspieß und einer Metallhutze, lagern derzeit zur Überarbeitung bei einer Fachfirma in Rothenburg. Einhergehend mit den Arbeiten am Turm werden, sobald das Gerüst im Bereich der Sakristei abgebaut ist und das Wetter es zulässt, zeitnah jene am Ost-Chor begonnen.

HELMUT MEIXNER

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