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Montag, 19.08.2019

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Feiern auf dem Lärmschutzwall

Wolfgang Eckardts positive "Spinnereien" von Mobile Homes der Luxusklasse in luftiger Höhe. - 18.07.2019 18:34 Uhr

Dieser Blick vom Lärmschutzwall übers Land bietet sich unter Umständen bald auch Mietern von dort oben vorstellbaren Mobile Homes. © Foto: Stefan Blank


Altbürgermeister Eckardt, Vorsitzender des FWG-Ortsverbands und zugleich Geschäftsführer der Gemeinsam zum Erfolg – Stadtentwicklung Bad Windsheim GmbH & Co. KG, ist von dieser Idee derart begeistert, dass er gar die Chance wittert, ein zweites Mal mit der Nutzung eines Nebenproduktes einen Tourismus-Preis zu gewinnen, so wie im Jahr 2007 mit dem Salzsee der Franken-Therme. Sechs baugleiche, auch Mobile Homes genannte Chalets gibt es seit diesem Jahr auf dem Gelände des Reisemobilhafens, optional ist nach Osten der Bau weiterer Chalets in barrierefreier Ausführung möglich.

Zu alledem könnten nun weitere in exponierter Lage auf dem Schutzwall dazukommen. Größer und luxuriöser sollten sie sein, Eckardt möchte sie "hochwertigst anbieten" und denkt an Anlässe wie Silberhochzeiten oder andere Familienfeste. Dabei möchte er die benachbarte Gastronomie einbinden, die beispielsweise Sektfrühstück anbieten könnte.

Vor allem der freie Blick gen Norden, auf die Südausläufer des Steigerwalds, sind für ihn Argumente für dieses Vorhaben – wenngleich er einräumt, dass die Aussicht nach Süden durch die Gießerei und den BayWa-Turm durchaus "eingeschränkt" würde. Doch dafür hat er bereits eine Lösung. Eine Sichtschutzwand nach Süden könnte nicht nur den Blick auf die Industrieanlagen verstellen, sondern auch deren Geruchsemissionen ableiten. Der Lärmschutzwall selbst, an dessen Tragfähigkeit Eckardt keine Zweifel hat, könnte dabei um ein bis zwei Meter erhöht werden.

Fläche für Zelte

Noch ist all dies Zukunftsmusik und bedarf der eingehenden Prüfung unter verschiedenen Aspekten. Durchaus möglich aber, dass in absehbarer Zeit eine entsprechende Bauvoranfrage im Rathaus eingeht. Zunächst aber wird die Stadtentwicklung-Gesellschaft die von den Gesellschaftern beschlossenen nächsten Schritte zur Entwicklung des Reisemobilhafens umsetzen. So entstehen westlich der Solarlounge zusätzliche Stellplätze für Wohnmobile. Ganz im Nordosten des Areals soll der Campingplatz erweitert beziehungsweise überhaupt erst ein nennenswerter geschaffen werden, denn bislang bietet die Einrichtung für diese Gästegruppe ganze sechs Plätze.

Die räumliche Trennung von Reisemobilisten und Campern ist für Wolfgang Eckardt nicht zuletzt in deren Binnenverhältnis begründet. "Das sind zwei verschiedene Welten, die können nicht so miteinander", beschreibt er seine Erfahrungen. Zur Stätte der Begegnung für alle könnten zusätzliche Sanitäranlagen werden, deren Errichtung im südlichen Anschluss an das neue Camping-Areal vorgesehen ist. Für Eckardt ist ohnehin klar: "Wir als Gesellschaft wollen für alle gastfreundlich sein." 

GÜNTER BLANK

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