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Samstag, 19.10.2019

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Egenhausen als Mekka für Europas Bogenschützen

300 Teilnehmer legen beim Bogenturnier auf 56 Ziele an – Heimische Füchse und exotische Steppentiere im Visier - 02.04.2018 17:36 Uhr

Ein Hase aus Holz steht – passend zum Osterwochenende – als Ziel für die zahlreichen Bogenschützen bereit.


Auch schon der Schützennachwuchs legt unter kundiger Aufsicht in Egenhausen mit Pfeil und Bogen an. © Fotos: Helmut Meixner


Ein Hase aus Holz steht – passend zum Osterwochenende – als Ziel für die zahlreichen Bogenschützen bereit.


Wie fast jedes Jahr war das Turnier mit annähernd 300 Teilnehmern ausgebucht und es wären sicherlich noch weit mehr gekommen, hätte es die Kapazität der Strecke mit ihren beiden Parcours zugelassen. Glück mit dem Wetter hatten die Bogner 2018 nicht. Der Himmel präsentierte sich grau in grau und zusätzlich kam die Nässe von oben hinzu. Einen echten Bogner hält das, wie man schon bei der Begrüßung sehen konnte, von seinem Hobby nicht ab.

Jeweils ab 10 Uhr machten sich die ersten Gruppen am Samstag und Sonntag auf einen der beiden mit jeweils 28 Jagdmotiven bestückten, etwa sechs Kilometer langen Rundkurs. Dem Schlamm und Matsch auszuweichen, war nahezu unmöglich, und auch die eine oder andere unsanfte Landung auf dem Hosenboden war nicht zu vermeiden.

Auf den Eifer der Jäger hatte die so in Mitleidenschaft gezogene Kleidung keinen Einfluss – Hauptsache der Bogen blieb heil. An den Stationen angekommen, wurde mit sicherem Blick das Ziel ins Auge genommen, so gut es ging die Entfernung zu demselben abgeschätzt und der Pfeil gesetzt. Steckte bereits die erste Spitze im Körper oder gar in der sogenannten Kill-Zone des Beutetieres, war der Applaus der Gruppe sicher. War dem nicht so, sparte man nicht mit guten Ratschlägen, verbunden mit dem Trost, "dass es an der nächsten Station garantiert besser laufen wird".

Adler kaum zu treffen

Zu einer der größten Herausforderungen des Parcours zählte in diesem Jahr ein durchs Gebüsch schwebender Adler, den es galt, im Fluge zu treffen. Zahlreiche Teilnehmer verfehlten den imposanten Raubvogel. Eine Null auf dem Ergebniszettel war in diesen Fällen die Folge.

Neben Hasen, Füchsen oder Wildschweinen bekamen die Teilnehmer bei ihrem Streifzug durch die Egenhäuser Flur auch Tiere der Steppe wie das Breitmaulnashorn, Löwen oder Büffel vor den Bogen. Krokodile mussten übers Wasser hinweg erlegt werden. Anspruchsvolle Ziele wechselten mit solchen, bei denen es sich leichter punkten ließ und die das Jagdfieber, auch wenn die Finger klamm waren, meist recht schnell wiederbelebten.

Für die Egenhäuser Bogner war die Jagd durchs eigene Gelände wie immer tabu. Die SSV-Mitglieder kümmerten sich mit vollem Einsatz um das Wohl ihrer Gäste. Bei dem an den Tag gelegten Engagement darf man sich sicher sein: Auch das Turnier 2019 wird wieder ausgebucht sein.

HELMUT MEIXNER

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