Freitag, 22.11.2019

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Dietersheim: Mit dem Fuchs vorm Tatort

Ein Dietersheimer spielt beim Fernsehspot der Bausparkasse Schwäbisch Hall mit. - 16.10.2019 12:00 Uhr

Gemeinsamer Auftritt im Fernsehen: Thomas Billmann und der Bausparfuchs. © Foto: Privat


"Irgendwie ist es schon verrückt", sagt der 34-Jährige, der sich noch genau erinnern kann, dass er bei der Erstausstrahlung "schon a weng nervös" mit seiner Frau und seinen drei Kindern im Wohnzimmer saß. "Wir haben es ihnen erzählt, doch mein Großer hat schon große Augen gemacht, als sein Papa im Fernsehen war."

Rückblick: Vor ziemlich genau einem Jahr beschloss Thomas Billmann, sein Glück bei der Ausschreibung im Intranet der Bausparkasse zu versuchen. "Später habe ich erfahren, dass sich von den rund 3500 Außendienstlern rund 700 beworben haben." Billmann drehte ein Video von sich selbst bei einem fiktiven Beratungsgespräch, schickte Bilder von seinen Händen und erzählte, warum er der Richtige für die Rolle wäre.

Einige Telefonate mit dem Regisseur später stand der Baufinanzierungsspezialist mit vier seiner Anzüge im Gepäck in einem Hochhaus in Frankfurt am Main. "Ich war zwei Tage beim Dreh dabei, das war echt spannend", erzählt er. "Die haben da zwei bis drei Stunden gedreht und daraus sind drei Sekunden im Spot übriggeblieben." Billmann sollte mit zwei Schauspielern ein Bewerbungsgespräch simulieren. "Die haben mir gesagt, was ich anziehen soll und dass ich so agieren soll wie in einer normalen Beratung und dabei auch mit den Händen gestikulieren soll. Das macht sonst nicht einmal meine Frau." Billmanns Vorteil: "Ich identifiziere mich voll mit meinem Job und der Bausparkasse Schwäbisch Hall. Deswegen macht es mich ein Stück weit stolz, bei dem Spot dabei zu sein. 20 Sekunden geht dieser.

Erst schweben Häuser durch die Luft, dann kommt Thomas Billmann und zum Abschluss der Fuchs. "Dass kein Wort von mir zu hören ist, kam mir wohl entgegen bei meinem fränkischen Dialekt", sagt Billmann und lacht. "Es nehmen echt brutal viele wahr, doch viele denken nun, ich bin reich, weil ich im Fernsehen bin." Ein Honorar habe es nicht gegeben. Eine gute Werbung für den Selbstständigen mit Büros in den Raiffeisenbanken in Neustadt und Dietersheim sei es aber definitiv. Doch Seitenhiebe bei der Kerwapredigt und von Kumpels gehören dazu, wie beim Bundesliga-Schauen, als einer sagte: "Da muss ich mir den elenden Glubb anschauen und dann in der Halbzeit auch noch dein Gesicht."

STEFAN BLANK

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