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Berliner Straße: Bebauungsplan für neue Wohnanlage steht

Klare Entscheidung im Stadtrat - Anforderungen erfüllt - 25.11.2018 17:16 Uhr

Der Bebauungsplan steht, bald sollen hier Wohnungen, eine Tagespflege und ein Café gebaut werden. © Foto: Günter Blank


Nachdem Stadtbaumeister Ludwig Knoblach die Faktenlage eingehend und offenbar für alle nachvollziehbar erläutert und seine Ausführungen schriftlich untermauert hatte, ergingen die einstimmig gefassten Beschlüsse. Georg und Johannes Gerhäuser stimmten nicht mit ab. Georg Gerhäuser, dessen Bauunternehmen auf nördlich angrenzenden Grundstücken unter anderem den Bau von Einfamilienhäusern plant, hatte im Beteiligungsverfahren zum Bebauungsplan angeregt, die Höhe eines der Gebäuderiegel auf dem früheren E-Center-Gelände von vier auf drei Geschosse zu reduzieren. Ebenso wie Anwohner der Hauptmann-Köhl-Straße befürchtet Gerhäuser nachteilige Auswirkungen auf die Grundstücke, etwa in Form von Beschattung durch die Neubauten. Kaum war der Tagesordnungspunkt aufgerufen, kündigte er daher an, dass er und sein Bruder nicht an Beratung und Abstimmung zum Thema teilnehmen würden.

Wie berichtet sah sich zuletzt eine Mehrheit der Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses nicht in der Lage, die Beschlüsse zum Bebauungsplan zu fassen. Sie hegten Zweifel ob der Einhaltung der vorgeschriebenen Abstandsflächen und der Zulässigkeit der Gebäudehöhen, weshalb sie die Entscheidung in die Verantwortung des Gesamtstadtrats legten und die Verwaltung um detaillierte, gesicherte Informationen zu den für sie offenen Fragen baten.

Anforderungen erfüllt

Bei der Ratssitzung legte Stadtbaumeister Knoblach nun nicht nur Pläne vor, aus denen die entsprechenden Daten ersichtlich sind, er ließ auch keinen Zweifel daran, dass die vorliegende Planung in vollem Umfang die Anforderungen der Bayerischen Bauordnung erfüllt. Mittels einer entsprechenden Software sei beispielsweise ermittelt worden, dass durch die Neubauten "lediglich in den Wintermonaten eine Verschattung der nördlich gelegenen Grundstücke stattfindet, wobei diese Verschattung bereits ab Mittag im Wesentlichen von der westlich gelegenen Bestandsbebauung ausgeht". "Nur im Dezember und Januar bekommen sie teilweise Schattenwurf ab", sagt Knoblach. Sämtliche Nachbarrechte würden eingehalten, ausreichende Belichtung und Belüftung der im Norden angrenzenden Grundstücke seien gewährleistet, die Grundstücke in der Hauptmann-Köhl-Straße gar nicht betroffen, fasste Ludwig Knoblach die Erkenntnisse zusammen.

Angesichts der übereinstimmend bekundeten Bedeutung des Projekts für die Stadt mochte da keiner mehr gegen den Bebauungsplanung votieren. "Die Aussage heute ist deutlicher als in der Bauausschusssitzung", fasste Werner Spieler die Stimmungslage zusammen. Auch würden alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten. "Das war im Bauausschuss nicht klar." Dem Bauherren soll nun lediglich die Anregung gegeben werden, das Obergeschoss im nördlichen Gebäudeflügel einem Penthouse ähnlich zurückzusetzen. Dies wäre dann aber Gegenstand der Detail-, nicht der Bebauungsplanung.  

Günter Blank

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