Donnerstag, 12.12.2019

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Auswärtsserie gerissen! Bamberg verliert in Oldenburg

Dezimiertes Brose-Team unterliegt erstmals auf fremdem BBL-Parkett - 02.12.2019 08:58 Uhr

Aufgrund einer dieser Nuancen hat Brose Bamberg direkt nach der Schlusssirene Protest eingelegt, da nach einem vergebenen Freiwurf von Assem Marei 2,1 Sekunden vor dem Ende Rasid Mahalbasic bei seiner Rettungsaktion vermeintlich auf der Seitenlinie stand. So oder so war auf Seiten der Gastgeber zwar Braydon Hobbs mit zwei wichtigen Dreiern der Matchwinner, doch punktbester EWE-Akteur war einmal Mehr Urgestein Rickey Paulding (20 Punkte). Für die Gäste aus der Domstadt schrammte Assem Marei als auffälligster Spieler nur knapp am Double-Double vorbei (17 Punkte, neun Rebounds).

Starkes Oldenburger Trio

Die Zuschauer in der Oldenburger Arena erlebten eine unterhaltsame, zugleich aber auch intensive Partie. Während personell dezimierte Bamberger deutlich sichtbar um ein kontrolliertes Spieltempo bemüht waren, drückten die Hausherren von Beginn an so oft es nur ging aufs Tempo und spielten dabei konsequent ihre Stärken aus. Die hießen im Angriff zunächst Rickey Paulding, der nach einem Block von Louis Olinde gegen sich in der Anfangsphase so richtig in Fahrt kam, danach unterstützten ihn noch Nathan Boothe und gegen Ende des ersten Durchgangs Rasid Mahalbasic.

Die Gäste aus Oberfranken versuchten, den Ausfall von Kameron Taylor als Team zu kompensieren und konnten so 18 der ersten 20 Minuten beinahe ausgeglichen gestalten (30:34). Aber bereits ab Mitte des zweiten Viertels wurde schon deutlich, dass die EWE Baskets zusehends stärker wurden. Insbesondere in den letzten 120 Sekunden vor dem Seitenwechsel konnten die Brose-Boys trotz neuer taktischer Anweisungen von Roel Moors nicht mehr mithalten, da auch die Trefferquote stetig sank. Zur Pause musste der Tabellendritte einem Defizit von zehn Punkten hinterherlaufen, da auch die Defensive nicht mehr richtig zupacken konnte.

Bamberg kämpft sich zurück

In seiner Pausenansprache schien Coach Roel Moors an den richtigen Stellschrauben gedreht zu haben. Die Mannen des belgischen Übungsleiters kamen mit deutlich mehr Energie aus der Kabine zurück und schickten sich durch eine verbesserte Physis in der Defense an, die Differenz abzutragen. Da man aber insbesondere das Oldenburger Dreigestirn (Paulding, Boothe, Mahalbasic) weiterhin in den entscheidenden Situationen nicht in den Griff bekam und man selbst nicht fehlerfrei agierte, konnte im dritten Spielabschnitt kein erneuter Führungswechsel erzwungen werden.

Dieser ging dann 6:02 Minuten vor dem Spielende auf das Konto von Christian Sengfelder, der den Ball von "downtown" zum 60:59 durch die Reuse jagte. So sehr sich Elias Harris und Bryce Taylor im Anschluss auch mühten, Bamberg konnte diesen Vorsprung nicht über die Zeit bringen. Der Grund dafür hieß Braydon Hobbs. Oldenburgs Guard absolvierte bis in die Crunchtime hinein eine unauffällige Partie, machte aber in den letzten 78 Sekunden mit zwei wichtigen Dreier den oft zitierten "Deckel" drauf. Mit 68:71 musste Brose Bamberg nach einer nervenaufreibenden Schlussphase mit zahlreichen vergebenen Freiwürfen auf beiden Seiten im sechsten Auswärtsspiel die erste Auswärtsniederlage hinnehmen.

EWE Baskets Oldenburg: Paulding (20 Punkte), Mahalbasic (14), Boothe (12), Hobbs (10), Sears (6), Larson (4), Tadda (3), McClain (2), Schwethelm, Amaize

Brose Bamberg: Marei (17), B. Taylor (9), Harris (8), Obasohan (8), Lee (7), Weidemann (7), Sengfelder (5), McLean (5), Olinde (2), Stuckey

Benjamin Strüh

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