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Altdorfer Kommunalwahl 2020: Vier Bürgermeister-Kandidaten

Nach zwei Amtsperioden tritt Odörfer nicht noch einmal an - 10.09.2019 09:04 Uhr

Tendenz sinkend: 1978 wählten noch 78,5 Prozent aller wahlberechtigten Altdorfer, 2014 waren es 53 Prozent. © Stefan Hippel


Bei den Kommunalwahlen am 15. März 2020 werden bayernweit rund 39.500 kommunale Mandatsträger für die nächsten sechs Jahre gewählt: in Städten wie Altdorf der erste Bürgermeister und die Stadtratsmitglieder, in den Gemeinden jeweils die Bürgermeister und Gemeinderäte. Außerdem werden auf Landkreisebene die Land- und Kreisräte bestimmt.

In Altdorf tritt der amtierende Bürgermeister Erich Odörfer (CSU) nach zwei Amtsperioden nicht erneut zur Wahl an. Stattdessen kandidiert der CSU-Fraktionsvorsitzende Thomas Kramer für seine Partei. Außerdem bewerben sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Martin Tabor und Hans-Dieter Pletz von den Grünen. Pletz ist stellvertretender Vorsitzender des Bund Naturschutz in Altdorf. Für die Freien Wähler/Unabhängige Liste Altdorf (UNA) geht der Fraktionsvorsitzende Thomas Dietz ins Rennen.

Die Ergebnisse der letzten Wahlen

Ein Blick zurück: 2012 wurde mit einer Verschiebung zur Stadtratswahl Odörfer als Bürgermeister nach einer Stichwahl gegen Konkurrent Ernst Bergmann (SPD) bestätigt. Die Amtszeit wurde dabei von sechs auf knapp acht Jahre verlängert, um die Bürgermeisterwahl mit den bayernweiten Kommunalwahlen in Einklang zu bringen.

2014 folgten dann die Stadtratswahlen in Altdorf: Ein Platz ging der CSU verloren, die seitdem acht Stadträte stellt. Dafür konnten sich die Freien Wähler in Verbindung mit der UNA von vier auf fünf Sitze steigern. Bei der SPD blieb es bei acht, bei den Grünen bei drei Sitzen. Hierbei war die Wahlbeteiligung mit 53 Prozent vergleichsweise niedrig.

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Über 20 Jahre im Amt: Diese Bürgermeister aus der Region haben es geschafft

Wer als Bürgermeister in Bayern gewählt wird, der kann sich fast unendlich oft wiederwählen lassen. Allerdings gibt es eine Altersgrenze: An dem Tag, an dem die Amtszeit beginnt, darf der Gewählte nicht älter als 67 Jahre sein. Da davor aber genug Zeit bleibt, gibt es in der Region einige Bürgermeister die sehr lange in ihrem Amt waren.


Bei der Kommunalwahl 2020 kommt in Bayern erstmals ein neues Auszählungsverfahren zu Einsatz, das Sainte-Laguë/Schepers-Verfahren. Dieses findet bei den Bundestagswahlen seit 2008 Verwendung und soll garantieren, dass bei der Verteilung der Stadtratssitze weder große noch kleine Parteien bevorzugt werden.

Eine weitere Besonderheit der Stadtratswahl ist die Vielfalt an Möglichkeiten, seine Kreuzchen zu platzieren: Jeder Wahlberechtigte hat 24 Stimmen, entsprechend der Zahl der Sitze. Diese lassen sich panaschieren und kumulieren, also auf verschiedene Listen oder mehrfach auf Einzelpersonen verteilen. Hierbei darf man die maximale Stimmzahl allerdings nicht überschreiten, sonst wird der Wahlzettel ungültig.

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