14°

Montag, 21.10.2019

|

zum Thema

Warum Handelskriege Trumps Wiederwahl gefährden können

Der US-Präsident stellt sich mit seiner Politik selbst ein Bein - 14.06.2019 11:36 Uhr

Donald Trump könnte von den Amerikanern erneut zum US-Präsidenten gewählt werden. © Jacquelyn Martin/AP/dpa


Als vernunftbegabter Mensch mag man es kaum fassen - aber es gibt etliche Auguren, die von einer Wiederwahl von US-Präsident Donald Trump Ende kommenden Jahres ausgehen. Das Beunruhigende daran ist: Es sind die gleichen, die auch schon seinen Sieg gegen die Demokratin Hillary Clinton vorausgesagt haben.

Eines der Argumente, die sie anführen: Die US-Wirtschaft boomt, der Arbeitsmarkt ist stabil, die Zinsen niedrig. Solch eine positive Situation ist noch immer dem jeweilgen Amtsinhaber zugute gekommen - auch, wenn er wie im Falle Donald Trumps, wenig damit zu tun hat.

Er tut sogar ziemlich viel, dass es nicht so bleibt. Denn Einfuhrzölle hat er praktisch allen wichtigen Handelspartnern schon angedroht oder sie, wie im Falle Chinas, auch eingeführt. Das wird in einer hochspezialisierten und arbeitsteiligen Weltwirtschaft nicht dazu führen, dass Teile blitzschnell in den USA und nicht mehr in Asien hergestellt werden. Stattdessen werden die Produkte in den USA schlicht teurer, denn irgendjemand muss die Abgaben ja zahlen - und das sind die Verbraucher.

Bilderstrecke zum Thema

Hat Trump das wirklich gesagt? Raten Sie mit!

Der Präsident der Vereinigten Staaten ist dafür bekannt, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Doch hat Donald Trump die folgenden Sätze wirklich gesagt - oder war es ein anderer Prominenter? Raten Sie mit.


Auf diese Weise, und das führen die 500 Unternehmen jetzt an, kann sich durchaus die Konjunktur eintrüben. Es sind übrigens in der Mehrzahl Firmen, die ihren Sitz in Regionen haben, in denen Trump bei seiner Wahl besonders gut abgeschnitten hat. Mit anderen Worten: Die angezettelten oder angedrohten Handelskriege schwächen ausgerechnet eins der Argumente, das in den Augen vieler US-Wähler für ihn spricht.

Es ist deshalb denkbar, dass sich Trump mit seinem sehr begrenzten wirtschaftlichen Verstand selbst ein Bein stellt. Denkbar heißt allerdings: nicht sicher. Das liegt zum einen daran, dass die US-Wirtschaft schon ob ihrer Größe sehr stabil ist. Und zum anderen basiert diese Präsidentschaft auf Irrationalismen, die sich nur schwer einschätzen lassen.

2

2 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Politik