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Wählen ab 16 Jahren: Die CSU hält sich die Jugend vom Leib

Mit 16 Jahren politisch unreif? CSU nimmt Mitglieder bereits ab 14 auf - 10.04.2019 09:05 Uhr

Die "Generation Instagram" ist weiter, als viele wahrhaben wollen. Das zeigt sich nicht nur freitags, wenn die Schüler auf die Straße gehen für ihre Zukunft, weil sie den Etablierten nicht mehr trauen. Die fürchten wiederum so sehr den Zorn der Jungen, dass sie die lieber an der kurzen Leine halten, fern von den Wahlurnen.

Anders lässt sich kaum erklären, warum die Jugend bei der Wahl keine Stimme haben soll. Andere Bundesländer sind weiter. Dort traut die Politik den jungen Menschen und gibt ihnen Stimme und Gewicht. Die nutzen das Instrument vielleicht nicht so intensiv wie Ältere. Doch das legt nahe, dass vor allem jene wählen gehen, die sich informiert haben. Die Ränder, das hat sich gezeigt, profitieren davon jedenfalls nicht.

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"Fridays for future": Das sagen die Demo-Teilnehmer

Es wurde wieder laut in der Innenstadt: Bis zu 900 Menschen haben am Freitagmittag unter dem Motto "Fridays for Future" für eine lebenswerte Zukunft demonstriert – darunter längst nicht nur Schüler. Auch Eltern und Großeltern unterstützen die Anliegen der Kinder und Jugendlichen. Wir haben uns unter den Demonstranten umgehört.



Kein Wunder also, dass sich mittlerweile eine breite Mehrheit auch im Bayerischen Landtag für die Idee erwärmen könnte. Einzig die CSU steht wie ein Block und verweigert sich dem Gedanken, dass in einer alternden Gesellschaft der Jugend mehr Gewicht gegeben werden muss. Wer den Jungen tatsächlich das Gefühl geben will, er nehme sie und ihre Anliegen ernst, der muss mehr tun als ein paar Absichtserklärungen in die Welt zu setzen.


Wählen ab 16? Bei der CSU beißt die Jugend auf Granit


An anderer Stelle hat übrigens die CSU kein Problem mit der Jugend. Die darf ganz selbstverständlich schon mit 14 der Partei beitreten, gegen einen (wenn auch kleinen) Mitgliedsbeitrag. Warum sie hier mündig genug sein soll, an der Urne aber nicht, bleibt wohl das Geheimnis der Christsozialen.


Kommentar: Wählen erst ab 18 Jahren - Damit "ist nichts verloren"


 

  

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