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Internationale Zivilluftfahrtbehörde schickt Experten in den Iran

Fachleute sollen Untersuchungen des abgeschossenen Flugzeugs unterstützen - 14.01.2020 09:27 Uhr

Nach dem Absturz des ukrainischen Passagierflugzeugs mit 176 Opfern hat die Internationale Zivilluftfahrtbehörde bei den Untersuchungen ihre Unterstützung zugesagt. © Ebrahim Noroozi


Die Behörde habe eine Einladung der iranischen Regierung angenommen und Sachverständige benannt, die als Berater und Beobachter fungieren sollen, hieß es in der knappen Mitteilung.

Bei dem Abschuss der Linienmaschine inmitten des eskalierenden Konflikts zwischen den USA und dem Iran waren am vergangenen Mittwoch nahe Teheran alle 176 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Das iranische Militär räumte erst am Samstag den irrtümlichen Abschuss der Boeing 737 der Fluggesellschaft Ukraine International Airlines ein. Zuvor hatten die iranischen Behörden einen technischen Defekt als angebliche Absturzursache angeführt. Der verheerende Zwischenfall trieb in Teheran Tausende Menschen zu regierungskritischen Protesten auf die Straßen.

Die iranische Luftfahrtbehörde beruft sich bei ihrer Untersuchung auf Annex 13 des Chicagoer Abkommens der ICAO, dem der Iran 1950 beigetreten ist. Das Land, in dem der Absturz passierte, leitet die Untersuchung. Mehrere ausländische Expertenteams, auch eines von Boeing, wurden nach Teheran eingeladen, um zusammen mit iranischen und ukrainischen Experten die Flugschreiber der Maschine zu untersuchen. Am Freitag begannen die Ermittlungen. In der Regel werden bei solchen Untersuchungen Teams aus Ländern beteiligt, in denen das betroffene Flugzeug gebaut und registriert wurde sowie aus Ländern, aus denen viele der Opfer kommen. Die ICAO nimmt normalerweise nicht an derartigen Untersuchungen teil, kann aber als Beobachter hinzugezogen werden.

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dpa

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