12°

Montag, 20.05.2019

|

zum Thema

Bundesweites Rauchverbot im Auto: NRW macht Druck

Regelung soll gelten, wenn sich Minderjährige im Wagen befinden - 22.03.2019 15:25 Uhr

Die Front für ein bundesweites Rauchverbot in Autos, wenn Minderjährige oder Schwangere Beifahrer sind, wird größer. © Arno Burgi, dpa


In einem gemeinsamen Antrag fordern die CDU/FDP-Regierungsfraktionen und die Opposition aus SPD und Grünen die Landesregierung auf, über den Bundesrat einen Gesetzentwurf für ein entsprechendes Rauchverbot einzubringen. Der gemeinsame Antrag ist am Donnerstag Thema im NRW-Landtag.

Schon die Gesundheitsminister der Länder hatten im vergangenen Herbst die Bundesregierung aufgefordert, ein bundesweites Rauchverbot in Kraftfahrzeugen mit Minderjährigen und Schwangeren als Beifahrern einzuführen.

Weltweit sterben jedes Jahr 166.000 Kinder an den Folgen des Passivrauchens, heißt es in dem Antrag. Das Deutsche Krebsforschungszentrum schätze, dass rund eine Million Minderjährige in Deutschland Tabakrauch im Auto ausgesetzt seien.

 

Folge des Passivrauchens für Kinder können massive Gesundheitsschäden an der sich noch entwickelnden Lunge und den Atemwegen sein. Asthma-Erkrankungen können sich verschlimmern und der Blutdruck kann sich erhöhen. Mediziner diagnostizierten ferner ein erhöhtes Risiko für Aufmerksamkeitsstörungen, Übergewicht und Diabetes II, heißt es in dem Antrag. Bei Säuglingen steige das Risiko eines plötzlichen Tods.

Einer Umfrage zufolge befürworten 71 Prozent der Deutschen ein Rauchverbot im Auto. Selbst rund zwei Drittel der der befragten Raucherinnen und Raucher plädierten dafür. Staaten wie Österreich, Großbritannien, Italien, Griechenland oder Frankreich, aber auch Südafrika und Australien haben bereits Rauchverbote in Autos eingeführt, wenn Minderjährige Beifahrer sind. Auch hierzulande wurden in der Vergangenheit immer wieder ähnliche Forderungen laut.

Was meinen Sie - Brauchen wir ein Rauchverbot im Auto?

Schreiben Sie Ihre Meinung, diskutieren Sie hier in unserem Leserforum unter diesem Artikel mit! Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass Sie sich mit Ihrem vollen Namen, Ihrer postalischen Adresse und Ihrer Mailadresse registrieren. Falls Sie bereits einen Login besitzen, bei dem die Anschrift noch fehlt, bitten wir Sie, diese Daten zu ergänzen. Derzeit sind die Angaben zur Adresse noch freiwillig.

Im Leserforum werden wir aber nur Kommentare zulassen, bei denen auch die Angaben "Straße/Hausnummer sowie PLZ/Ort" ausgefüllt wurden. Dennoch wird Ihr Kommentar online nur unter dem von Ihnen gewählten Nickname zu lesen sein.

Meinungsbeiträge sind auch per Mail an nn-leserbriefe@pressenetz.de (Stichwort: Rauchverbot) möglich. Eine Auswahl der Einsendungen wird gegebenenfalls auch auf der gedruckten Meinungsseite in den Nürnberger Nachrichten mit Angabe des Namens und des Wohnorts (ohne Straßenangabe) erscheinen. Falls Sie damit nicht einverstanden sein sollten, bitten wir Sie, dies in Ihrem Kommentar zu vermerken. 

dpa

55

55 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Politik