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Halbe Million in Heizkessel versteckt: Geld in Asche verwandelt

Werkstattbesitzer hortete seine Ersparnisse an einem ungewöhnlichen Ort - 11.10.2019 17:53 Uhr

Niemand hätte auf die Idee kommen können, dass jemand Geld in der Heizung versteckt, erklärten die Richter und wiesen die Klage ab. © Harald Munzinger


Die Richter des Landgericht Arnsberg wiesen die Schadenersatzklage des Mannes ab. Laut einem Gerichtssprecher fiel das Urteil bereits am 13. September, ein Bericht der Bild-Zeitung machte es bekannt.

Wie der Sprecher sagte, soll sich der Vorfall zum Jahreswechsel 2014/2015 in Soest ereignet haben. Der Besitzer einer Werkstatt habe einen Freund gebeten, während seines zweiwöchigen Urlaubs nach dem Rechten zu sehen. Der Freund sagte vor Gericht aus, es sei kalt in der Werkstatt gewesen - daher habe er die Heizung angemacht. Der Werkstattbesitzer wiederum trug vor, er habe seine ganzen Ersparnisse im Heizkessel versteckt gehabt. Die Anlage habe er zuvor demontiert. Der Bekannte des Klägers hatte sie aber wieder zusammen gebaut.

Freundschaft gekündigt

Als der Werkstatt-Besitzer heimkam, sei fast alles Asche gewesen. 20.000 Euro habe er über die Bundesbank rekonstruieren können. 520.000 Euro wollte er nun von dem Bekannten - dem er die Freundschaft gekündigt habe - wieder bekommen.

Laut Gericht steht fest, dass der Ex-Kumpel die Heizung angemacht hatte. Auch die Summe von 540.000 Euro wurde als "wahr unterstellt". Aber: Niemand hätte auf die Idee kommen können, dass jemand Geld in der Heizung versteckt, erklärten die Richter und wiesen die Klage ab. Der Werkstatt-Besitzer kann noch in Revision gehen, die Frist läuft laut Gericht in wenigen Tagen ab.

dpa

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