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Grillen und Corona: Was in Bayern derzeit erlaubt ist und was nicht

Öffentliche Grillplätze sind weiterhin geschlossen - Grillen im eigenen Garten ist möglich - 27.07.2020 15:05 Uhr

Auf das Grillen auf öffentlichen Plätzen muss auch weiterhin verzichtet werden.

© Ralf Rödel, NN


Am 17. Juni wurden in Bayern die Kontaktbeschränkungen gelockert. Seitdem dürfen sich auf Privatgrund, zum Beispiel beim Grillen im im eigenen Garten oder Schrebergarten, prinzipiell beliebig viele Personen treffen. Hier kommt es darauf an, dass der Mindestabstand berücksichtigt wird: Je mehr Fläche zur Verfügung steht, desto mehr Gäste sind möglich. Dabei soll der Personenkreis bei allen Treffen möglichst immer der gleiche sein, um der Ansteckungsgefahr entgegen zu wirken.

Im öffentlichen Raum - zum Beispiel in Parks oder am Badesee - können sich zehn Personen aus verschiedenen Haushalten miteinander verabreden. Trifft man sich nur mit einem weiteren Hausstand, ist die Personenanzahl nicht begrenzt. Öffentliche Grillplätze sind allerdings weiterhin gesperrt. Zudem gilt in Parks, am See und in allen öffentlichen Bereichen bayernweit ein Grill- und Partyverbot.

Grillen trotz Corona - Hauptsache, der Platz reicht

Eine Grillfeier mit der Familie oder einigen Freunden ist also durchaus denkbar, solange ausreichend Platz auf dem eigenen Grundstück zur Verfügung steht. Das Grillen an sich war übrigens in der Corona-Zeit nie verboten, wurde allerdings durch Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen erschwert.

Wer auf dem eigenen Balkon mit Freunden grillen will, dem dürfte die Einhaltung der Abstandsregelungen schwer fallen. Außerdem gilt hier: Wie sonst auch müssen Bewohner Rücksicht auf ihre Nachbarn nehmen, die sich am Rauch und den Gerüchen stören könnten. Auch müssen mögliche Klauseln im Mietvertrag beachtet werden.

Für Feiern gelten andere Regeln

Will man im Rahmen einer Feier wie etwa einem Schul- oder Ausbildungsabschluss grillen, dann bewegt man sich im Rahmen der Regeln für Veranstaltungen und Versammlungen. Hier sind im Freien bis zu 200 Personen gestattet, in geschlossenen Räumen maximal 100. Allerdings muss man als Veranstalter vorab ein Hygienekonzept ausarbeiten. Dieses muss man vorab nicht kontrollieren lassen, die jeweils zuständige Kreisverwaltungsbehörde kann es aber anfordern.

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Wie lange das Grillen in den städtischen Grünanlagen noch verboten sein wird, ist derweil unklar. Hans-Peter Kauppert vom Servicebetrieb Öffentlicher Raum (Sör) der Stadt Nürnberg sagt auf Anfrage der Redaktion: "Der Startschuss für die Grill-Saison wird in München gegeben. Sobald es grünes Licht von der Staatsregierung gibt, werden wir die Verbotsschilder abnehmen."

In Nürnberg wird das Grillverbot bislang weitestgehend eingehalten, doch sagt Kauppert: "Am Vatertag wurden 36 einsichtige Personen und eine uneinsichtige beim Grillen in einer städtischen Grünanlage erwischt. Gegen den Unbelehrbaren wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet."


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