Donnerstag, 14.11.2019

|

zum Thema

Flughafen Berlin plant Geldstrafen für Lärm bei Starts und Landungen

Davor muss der BER allerdings erst einmal fertig werden - 31.05.2019 17:59 Uhr

Künftig müssten die Airlines nun jeweils 40 bis 7500 Euro für den von ihnen verursachten Lärm bezahlen – je nachdem, welche von elf Lärmklassen sie erreichen. © dpa


Mit Gebühren von bis zu 7500 Euro pro Flugbewegung will der künftige Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg (BER) die Fluggesellschaften zu leiserem Fliegen veranlassen. Ein neues Gebührenmodell, das bei jedem Flug den Start- und Landelärm misst, soll leises Fliegen belohnen und lautere Starts und Landungen finanziell bestrafen. "Damit leisten wir Pionierarbeit", sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup am Freitag in Berlin.

Bisher seien die Lärmklassen nach Flugzeugtypen und nicht nach tatsächlich verursachtem Lärm geordnet gewesen. "Ein Airbus A 320 war immer in einer Lärmklasse, egal ob Sie laut oder leise geflogen sind", sagte Lütke Daldrup. Deshalb habe es sich für die Fluggesellschaften nicht gelohnt, leiser zu fliegen.

Bilderstrecke zum Thema

Von Nürnberg in die Welt: Direktziele vom Dürer-Airport

Ins Van-Gogh-Museum in Amsterdam oder lieber am Strand liegen auf Fuerteventura? Nach Paris zum Sightseeing oder Mode shoppen in Mailand? Wir haben die Länder für Sie aufgelistet, in die man von Nürnberg aus direkt fliegen kann. Schönen Urlaub!


Künftig müssten die Airlines nun jeweils 40 bis 7500 Euro für den von ihnen verursachten Lärm bezahlen – je nachdem, welche von elf Lärmklassen sie erreichen. Der Flugzeugtyp Airbus A 320 etwa bewege sich zwischen 100 und 300 Euro. In den Randzeiten von 5 Uhr bis 6 Uhr sowie von 22 Uhr und 24 Uhr sollen die Gebühren deutlich höher ausfallen als in den Kernzeiten. Der BER soll im Oktober 2020 in Betrieb gehen, neun Jahre später als anfangs geplant.

Bilderstrecke zum Thema

Abheben seit 1955: Die Geschichte des Nürnberger Flughafens

Abflug aus dem Knoblauchsland: In der Rangliste der deutschen Flughäfen liegt der Airport Nürnberg an zehnter Stelle - gemessen an den Passagierzahlen. In unserer Bilderstrecke führen wir durch seine Geschichte.


dpa

1

1 Kommentar

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Panorama