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Die eigene "Traumfrau getötet" - Ex-Freund gesteht vor Gericht

Die Tat sei nicht geplant gewesen, sagt der Angeklagte - 02.07.2020 14:02 Uhr

Er könne es kaum ertragen, seine Traumfrau getötet zu haben, erklärte der Angeklagte am Donnerstag zum Prozessauftakt in einer schriftlichen Stellungnahme, die sein Verteidiger vorlas. In einem "emotionalen Ausnahmezustand" habe er mit einem Küchenmesser auf die dreifache Mutter eingestochen - geplant sei die Tat nicht gewesen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten jedoch vor, den Mord heimtückisch geplant zu haben. Die Tat ereignete sich im März 2019 im Hausflur eines Wohnhauses in Bad Kissingen.


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Das Paar hatte nur wenige Monate lang eine Beziehung geführt. Der Angeklagte gaukelte seiner damaligen Freundin vor, Investmentbanker zu sein, und machte laut Anklage finanzielle Versprechungen.

Als die 27-Jährige von den Lügen erfuhr, trennte sie sich. Sie ließ ein gemeinsam erwartetes Kind abtreiben und stellte es dem Angeklagten gegenüber als natürlichen Abgang dar. Am Tag der Tat gestand sie der schriftlichen Stellungnahme zufolge die Abtreibung und berichtete von einer Beziehung zu einem ehemaligen Lebensgefährten. Daraufhin entfachte sich der tödliche Streit.

dpa

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