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Nürnberg auf dem Weg zur Kulturhauptstadt: Was jetzt zu tun ist

Nürnbergs Bewerbung muss breiter aufgestellt werden - ein Kommentar - 12.12.2019 14:41 Uhr

Immerhin vier statt bislang sieben Mitbewerber sind übrig geblieben - allesamt Hochkaräter. Da ist - wie erwartet, weil als Favorit für den Titel gehandelt – Chemnitz. Aber auch Hannover, lange unterschätzt, hat offenbar gute Karten, ebenso das kleine, beileibe nicht nur auf die Kraft der Rübe setzende Hildesheim und schließlich das angesichts der starken Konkurrenz aus den neuen Ländern lange unbeachtete Magdeburg.


Kulturhauptstadt Nürnberg? Zwölf Dinge, die man wissen muss


Offenbar wollte die Jury das Feld noch breit aufgestellt lassen, weil viele Entwürfe den Anforderungen entsprochen haben. Darunter eben auch Nürnberg. Das von Einheimischen als sperrig empfundene Motto "Past forward" kam bei der Jury gut an. Vergangenheit nach vorne denken, also das Beste aus der eigenen Geschichte für Zukunft machen – das ist die Botschaft der fränkischen Bewerbung.

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Das Glas ist halbvoll

Eine Botschaft, die es nun binnen eines Jahres mit deutlich mehr Leben zu füllen gilt als dies schon geschehen ist. Denn bei allem Verständnis für Bewerbungsbücher, den Sprung von der grauen Theorie in die Praxis muss Nürnberg nun hinlegen. Sehr akademisch, sehr für kleine, häufig elitäre Zirkel ausgelegt hat sich das Verfahren bislang dargestellt. Beteiligung gab es natürlich, ehrlicherweise meist aus der Kulturblase heraus. Das ist kein Vorwurf, denn es galt die Jury zu überzeugen. Die Nürnbergerinnen und Nürnberger zu gewinnen, das kann in den kommenden Monaten durchaus gelingen.


Bewerbung als Kulturhauptstadt: "Ich finde, wir waren super"


Aktionen wir der "Boulevard Babel", als sich eine sonst vielbefahrene Südstadtmagistrale in eine Kulturoase verwandelt hat, kamen gut an. Nürnbergs Bewerbung, die viel mit Migration zu tun hat, muss nun ausgefeilt, präzisiert und eben breiter aufgestellt werden. Das kostet Zeit und Personal. Die Jury traut der Kommune diesen Kraftakt zu. Das Glas ist halbvoll: Optimismus, diese den Franken oft suspekte Grundhaltung, ist nun mehr gefragt denn je. Dann kann es auch in einem Jahr bei der Vergaben des Titel Kulturhauptstadt Europa 2025 heißen: Bassd scho.

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