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Neues Team für Bremer "Tatort"

ARD stellt ihre Schwerpunkte für 2020 vor: Dritte Staffel von „Babylon Berlin“ - 04.12.2019 11:41 Uhr

Das neue Ermittlerteam in Bremen und Bremerhaven: Jasna Fritzi Bauer, Luise Wolfram und Dar Salim (von links).

© Georg Wendt (dpa)


ARD-Programmdirektor Volker Herres kündigte in Hamburg außerdem an, dass die ARD Ludwig van Beethoven am 15. Mai 2020 mit einem Themenabend ehren wird. Auch die dritte Staffel der Serie "Babylon Berlin" mit Volker Bruch und Liv Lisa Fries soll im kommenden Jahr zu sehen sein.

Der Programmdirektor von Radio Bremen sagte, das neue Team sei sehr ungewöhnlich. Der Sender plane, im kommenden Jahr unter dem Titel "How to Tatort" eine Serie im Stil einer fiktionalen Dokumentation über die Dreharbeiten des Films in die Mediathek zu stellen. Jasna Fritzi Bauer ist Schweizerin, zurzeit ist sie in der Vox-Serie "Rampensau" zu sehen. Im Bremer "Tatort" übernimmt sie die Rolle der jungen Polizistin Liv Moormann aus Bremerhaven, die auf ihre große Chance wartet, sich bei der Mordkommission beweisen zu dürfen.

Luise Wolfram wurde als eigenwillige Ermittlerin des Bundeskriminalamts Linda Selb bereits in den Bremer "Tatort" eingeführt. Dar Salim wird im Bremer "Tatort" Mads Andersen verkörpern, der als Angestellter im Polizeidienst mit eingeschränkten Befugnissen arbeitet. Der in Bagdad geborene Salim tritt in skandinavischen und internationalen Film- und Fernsehproduktionen auf. Unter anderem spielte er in "Game of Thrones" mit und war in der dänischen Erfolgsserie "Borgen" zu sehen.

Die drei neuen Ermittler folgen auf die bisherigen Bremer "Tatort"-Kommissare Inga Lürsen und Nils Stedefreund, die von Sabine Postel und Oliver Mommsen verkörpert wurden.

Zu den Programmhöhepunkten im Ersten soll im kommenden Jahr auch ein zweiteiliger Film nach einem Buch von Ferdinand von Schirach gehören. In dem Film "Der Feind" werden die Schauspieler Bjarne Mädel und Klaus Maria Brandauer zwei Perspektiven auf denselben Fall bieten. Autor von Schirach sagte, die beiden Filme sollen zeigen, dass "Gerechtigkeitsempfinden und Entscheidungen des Rechts manchmal auseinanderfallen". Die beiden Filme sollen zeitgleich im Ersten und in den Dritten Programmen der ARD gezeigt werden.

Anlässlich von 250 Jahre Beethoven zeigt das Erste einen Historienfilm, in dem Tobias Moretti den alten Komponisten spielt. Regie führte Niki Stein. Im Anschluss an den Film zeigt das Erste eine Jubiläumskonzert-Show.

Herres sagte, das lineare Fernsehen spiele nach wie vor eine dominierende Rolle in der Medienlandschaft. Die ARD plane aber auch, künftig mehr Filme vorab in die Mediathek zu stellen. 80 Prozent der Nutzung in der ARD-Mediathek entfalle auf fiktionale Produktionen. Der Senderverbund müsse den Auftrag "linear und non-linear" erfüllen.

Er sei sich bewusst, dass die offene Gesellschaft mehr denn je Medien brauche, "die eine zunehmende Segmentierung und Spaltung der Gesellschaft überbrücken". Die ARD habe den "Ehrgeiz wie die Pflicht, Programm für alle, für möglichst viele Interessen und Bedürfnisse anzubieten".

ARD-Chefredakteur Rainald Becker kündigte zu 75 Jahre Kriegsende ein multimediales Gemeinschaftsprojekt der ARD an. Zeitzeugen-Videos mit Menschen, die von ihren traumatischen Erlebnissen im Zweiten Weltkrieg berichten, sollen in der Mediathek zu sehen sein. Im Ersten wird im Frühjahr die 90-minütige Dokumentation "Kinder des Krieges" gezeigt. Eine Dokumentation wird sich 40 Jahre nach Gründung der Grünen mit dieser Partei befassen, die, so Becker, es immer wieder geschafft habe, sich neu zu erfinden. Geplant sind außerdem neue Natur- und Tierdokumentationen.

epd

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