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Neues Album: Ellie Goulding zeigt sich verletzlich und stark

Mit "Brightest Blue" bringt die Popsängerin ihr viertes Werk auf den Markt - 14.07.2020 12:32 Uhr

Sängerin Ellie Goulding macht sich stark für Gerechtigkeit: Sie setzt sich ein für mehr Rechte für Frauen und engagiert sich in der "Black Lives Matter"-Bewegung. 

© imago images / Matrix


Es liest sich wie ein Musikmärchen: 2009 wird die damals 22-jährige Elena Jane "Ellie" Goulding in einem britischen Pub entdeckt. Wenige Monate später schon prognostiziert die BBC ihr den baldigen Durchbruch - und hat Recht. 2010 gewinnt Goulding ihren ersten Brit Award, ein Jahr später singt sie beim Hochzeitsempfang von Prinz William und Kate. An diesem Freitag, zehn Jahre nach ihrem Debüt, veröffentlicht die Britin ihr viertes Album "Brightest Blue".

Gouldings steiler Aufstieg, der mit dem Elton-John-Cover "Your Song" und dem ersten Album "Lights" beginnt, findet seinen Höhepunkt 2015 im "Fifty Shades of Grey"-Soundtrack "Love Me Like You Do". Die Ballade wird zum erfolgreichsten Titel einer britischen Solo-Sängerin seit 50 Jahren. Nebenbei schreibt die in der Nähe von Wales geborene Musikerin Songs für Kolleginnen, darunter das deutsche ESC-Wunder Lena Meyer-Landrut.

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"Black Lives Matter": Stiller Protest auf der Wöhrder Wiese

Die Polizeigewalt in den USA und der Tod von George Floyd haben auch die Gemüter hierzulande erschüttert. Am Samstag demonstrierten deshalb zahlreiche Menschen auf der Wöhrder Wiese in Nürnberg, um auf die Missstände in Nordamerika aufmerksam zu machen - mit einem "Silent Protest", Schutzmasken und Schildern.


Vom Sound her zeigt sich Goulding immer wieder wandelbar. Nach ihrem Start als Folk- und Indiekünstlerin mischten sich schnell poppige Elektrobeats in ihre Stücke. Fünf Jahre nach ihrem Pop-Album "Delirium", das sie heute kritisch sieht, steht für die Britin wieder das Songwriting im Mittelpunkt.


Popstars planen mehrstündiges Benefiz-Konzert im Livestream.


Nicht umsonst besteht die neue Platte aus zwei Seiten. Auf den ersten zwölf Songs singt die 33-Jährige über ihre Verletzlichkeit und komplexe Beziehungen. Die fünf Titel der B-Seite "EG.o", die aus Duetten mit US-Künstlern wie Lauv oder dem vor einem halben Jahr gestorbenen Rapper Juice WRLD bestehen, strahlen Selbstsicherheit und Mut aus. Die Tracks dienen eher dem kommerziellen Erfolg und der Rotation im Radio. Als Künstlerin identifiziere sie sich weniger mit den Liedern, sagt Goulding.

Goulding will Frauen bestärken

Deshalb ist die A-Seite das Herzstück von "Brightest Blue". Die Songwriterin lässt sich dabei das ein oder andere Mal über die Männerwelt aus. In "Power" singt sie: "Dir geht es gar nicht um die Liebe, du willst einfach nur die Macht". In "How Deep Is Too Deep" geht es um Typen, die sich nicht binden wollen und immer wieder auf etwas Besseres hoffen. Und die Klavierballade "New Heights" soll Frauen darin bestärken, sich nicht für Männer zu verändern.

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Gegen Rassismus: 800 Teilnehmer protestieren auf der Wöhrder Wiese

Trotz Hitze demonstrierten am Samstag rund 800 Menschen auf der Wöhrder Wiese in Nürnberg. Mit Gesang und Wortbeiträgen setzten sie ein Zeichen gegen Rassismus. Auch der Nürnberger SPD-Stadtrad Nasser Ahmed berichtete von seinen Erfahrungen mit Diskriminierung.


"Wir tendieren von Natur aus dazu, uns von unserem Partner beschützen zu lassen. Ich habe mittlerweile gelernt, diese unglaubliche Stärke in uns selbst zu finden", sagt Goulding. Nach Beziehungen mit Schauspieler Jeremy Irvine, DJ Skrillex, One-Direction-Sänger Niall Horan und dem McFly-Bassisten Dougie Poynter ist die sympathische Britin seit September verheiratet - mit dem Kunsthändler Caspar Jopling. Mit ihm verbrachte sie auch die Zeit des Corona-Lockdowns in der Nähe von London.

Einsatz für Black Lives Matter

Mehr als zehn Jahre nach ihrem schnellen Aufstieg und mentalen Rückschlägen fühlt sich Goulding selbstbewusst genug, ihre Meinung deutlich kundzutun. Sie setzt sich für Klimaschutz und die "Black Lives Matter"-Bewegung ein - und für mehr Frauen in der Musikindustrie. "Es gibt noch immer diese unterschwellige Macht und viele Elemente, die von Männern dominiert werden", findet Goulding. "Ich schreibe meine Songs aus der Sicht einer Frau und fände es spannend, wie ein weiblicher Plattenfirmenboss darauf reagieren würde."

Die Sängerin sagt, dass sie eine Verantwortung fühle, weil sie eine Plattform habe. "Manche Leute in meiner Position wollen diese vielleicht nicht nutzen, aus unterschiedlichen Gründen. Aber ich glaube, es ist besser, sie zu nutzen."


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Einen Vorgeschmack auf das pressfrische Album der Waliserin gibt es hier.

dpa

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