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Mittwoch, 08.04.2020

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Fotofestival feiert 2020 Premiere in Nürnberg

Teil des Programms der drei Ausstellungshäusern im KunstKulturQuartier (KuKuQ) - 27.02.2020 10:40 Uhr

Marcel Odenbachs Collage „Familienfeier“ von 2011 ist eine Bildkopie, in die er mit dem Bleistift und der Tuschfeder hineingezeichnet hat. Der Pionier der Videokunst stellt in der Kunsthalle aus. © F.: Simon Vogel / Galerie Gisela Capitain / VG Bild-Kunst


"So etwas gibt es hier noch nicht", sagt Matthias Dachwald vom Nürnberger Kunsthaus, das Haupt-Ausstellungsort für das am 25. April startende 1. Nürnberger Fotofestival ist. Mit im Boot sind Hochschulen, Galerien, auch Häuser wie das Museum Industriekultur oder das Museum für Kommunikation.

Und schon jetzt ist klar: Wenn das vom Verein Fotoszene initiierte Projekt erfolgreich ist, wird es fortgesetzt - als Biennale oder als Triennale. Schließlich, so Dachwald, seien Fotos ein Leitmedium des 21. Jahrhunderts.

Im Kunsthaus wird es zudem wieder die Ausstellung zum Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten geben (9. Juli bis 30. August) und im Herbst widmet sich die Einrichtung einem Multitalent, das lange in Nürnberg gewirkt hat: Kevin Coyne (1944 – 2004), der Maler, Autor und Musiker war, soll mit der ganzen Bandbreite seines Schaffens vorgestellt werden (ab 26. September).

Das Kunsthaus ist eines von drei Ausstellungshäusern im KunstKulturQuartier (KuKuQ). Alle zusammen haben sie im Vorjahr knapp 40.000 Besucher angelockt, wie KuKuQ-Chef Michael Bader bei der Jahrespressekonferenz bekanntgab. Die Kunsthalle, das größte Haus im Verbund, hatte im Vorjahr wegen Sanierung die meiste Zeit zu. "Hätten wir ein normales Kunsthallen-Jahr gehabt, hätten wir um 5000 Besucher zugelegt", rechnet Bader vor. Denn in der Kunstvilla, die ihr Angebot von zwei auf drei Sonderschauen erhöht hat, wurden 13.000 Besucher gezählt, was eben einem Plus von 5000 entspricht.

Bald in der Kunstvilla: Ernst Weils Ölbild „Ohne Titel“ von 1953. © Foto: Frank Altmann / Sammlung Gregor Hiltner


Im laufenden Jahr zeigt die Kunstvilla ab 21. März eine Einzelausstellung zum Werk des Malers und einstigen Nürnberger Akademie-Professors Ernst Weil (1919 – 1981). Ihm folgt "eine der großen Unbekannten der Nürnberger Kunst", wie es Villa-Chefin Andrea Dippel formuliert. Gemeint ist die Künstlerin Dore Meyer Vax (1909 – 1980), deren Bilder traumatisierte Menschen, oft auch Kinder zeigt. Mit ihrer Kunst ist sie auch im öffentlichen Raum in Nürnberg vertreten.

Ab 24. Oktober dann feiert die Kunstvilla den 90. Geburtstag des noch immer tatkräftigen Bildhauers Wilhelm Uhlig. Die Kunsthalle hat Cosima von Bonin und Claus Richter (ab 15. Februar) zu einer Gemeinschaftsschau eingeladen. "Die Konsumgesellschaft und der Überdruss an Massenware", so erläutert Kunsthallen-Chefin Ellen Seifermann, wird eines ihrer Themen sein.

Weiter geht es mit der Gruppenschau "Something between us" (ab 20. Juni), in der elf internationale Künstler das Zwischenmenschliche beleuchten. Zum Jahresende bespielt Marcel Odenbach, ein Pionier der Videokunst, die Kunsthalle mit seinem ganz besonderen Händchen für die Erinnerungskultur.

Weitere Infos unter www.kunstkulturquartier

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