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Der Grand Canyon feiert eine Sause

Seit 100 Jahren ist die Schlucht Nationalpark - 18.01.2019 12:15 Uhr

Aussichtspunkt am Grand Canyon - wer die Schlucht mit allen Sinnen erleben will, wandert hindurch. © Joel Grimes / dpa


Mehr als sechs Millionen Gäste jährlich halten sich noch immer an die Empfehlung des 26. US-Präsidenten, Besucher aus aller Welt erleben dort beeindruckende Momente. Der Blick von Aussichtspunkten wie Bright Angel Point, Mather Point oder Toroweap Overlook lassen die menschliche Existenz winzig erscheinen. Zugleich wird man berührt angesichts der gigantischen Ausmaße und der Erhabenheit der berühmten Schlucht.

Seit Millionen von Jahren schneidet sich der Colorado River mit der Kraft seiner Strömung tief ins trockene Colorado-Plateau in Arizona. Auf diese Weise legt der mächtige Strom Gesteinsschicht für Gesteinsschicht frei und ermöglicht aufschlussreiche Einsichten in die geologische Erdgeschichte. Die ältesten Schichten datieren Geologen auf 1,7 Milliarden Jahre. Die durch Erosion geschaffenen Canyon-Wände entlang der Ufer reichen an manchen Stellen bis zu 1800 Meter in den Himmel.

Der beste Ort zur Sternbeobachtung

Besonders in der Morgendämmerung geht von dem rötlich bis golden schimmernden Gestein eine magische Aura aus. Wenn aber nach Sonnenuntergang die Nacht hereinbricht, beginnt über dem Grand Canyon ein weiteres Naturschauspiel. Wegen ihres tiefschwarzen Himmels (Dark Skies) und der klaren Luft gehört die Schlucht zu den besten Orten in den USA, um Sterne zu beobachten.

Genau deshalb sind in der Zeit vom 22. bis 29. Juni Hobby-Astronomen mit ihren Teleskopen an ausgesuchten Plätzen im Nationalpark. Für Teilnehmer an den sogenannten Star Partys heißt es dann: Kopf hoch und staunen. Gemeinsam mit den Amateur-Sternforschern halten sie während dieser Sommerwoche sowohl am South Rim als auch am North Rim Nacht für Nacht Ausschau nach Galaxien und Sternbildern in den Tiefen des Universums und hören Vorträge.

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Auf der Harley durch den Wilden Westen

Es ist ein Männertraum: Einmal auf einem schweren Motorrad durch die USA zu fahren. Den Wind im Gesicht, die Sonne auf der Haut, das Röhren des Motors im Ohr, den Staub der Prärie in der Nase, das Gefühl von Freiheit im Bauch. Und das alles am liebsten auf einer Harley Davidson. Dass so ein Abenteuer aber nicht nur Männer mit Glückshormonen versorgt, hat unsere Reporterin Gudrun Bayer erlebt. Auf der Harley durch den Wilden Westen - Bilder einer Traumreise.


Am Himmel über der Wildwest-Landschaft ziehen Adler majestätisch ihre Kreise im Grand-Canyon-Nationalpark. Den Ureinwohnern vom Volk der Hopi gelten die Tiere als Symbol der Unantastbarkeit und als Boten der Götter. Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung des Grand Canyon sind über 10 000 Jahre alt. Angehörige von insgesamt elf indigenen Kulturen leben heute in und um die wüstenhafte Schlucht. Zu den bekanntesten Stämmen gehören die Hopi, die Navajo und die Hualapai.

Sie alle feiern am 8. und 9. August die "North Rim Native American Heritage Days". Besucher sind eingeladen, an verschiedenen Orten der North Rim Area Interessantes über die Geschichte, die Traditionen und die Gegenwart der Menschen zu erfahren. Durch Begegnungen traditionelle Tänze, Riten, Musik, Sagen und Legenden wird die indigene Kultur erlebbar. Einige Kilometer außerhalb des Nationalparks im Reservat der Hualapai erleben schwindelfreie Besucher einen ganz besonderen Nervenkitzel. Der Grand Canyon Skywalk ist eine spektakuläre Aussichtsplattform und täglich geöffnet. Sie befindet sich auf gut 1100 Metern Höhe. Die Bodenplatte besteht aus bruchsicherem Spezialglas und ist durchsichtig. Wer sie betritt, glaubt, hoch über der Schlucht zu schweben.

Mehr Informationen:
Grand Canyon National Park, www.nps.gov/grca 

Marco Wehr

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