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Die Burg auf dem Korallenriff

15 Kilometer Rundwanderung durch das Altmühltal - 15.08.2005

Die Burg Prunn thront als imposanter Wächter über dem Altmühltal. © Bachmann


Hoch auf einen Felssporn thronend, schaut die Burg Prunn ins Altmühltal. Im Mittelalter residierten auf dieser Burg die Herren von Frauenberger. Ihr Wappen war die so genannte „Gurre“, ein sich aufbäumender Schimmel auf rotem Grund. Ein solches Wappen ist am Bergfried noch zu erkennen. Wie der Schimmel in das Wappen kam, erklärt eine Sage: Auf der Burg wohnte eine Gräfin, die ihre Hand zur Vermählung nur dem reichen wollte, dem es gelänge, von München ohne Pause bis zu ihrem Schloss zu reiten. Von dreien, die es versuchten, kamen zwei zu Fall. Der Dritte, der einen Schimmel ritt, gelangte glücklich ans Ziel.

Unser Fahrzeug können wir auf einen Parkplatz am Ortseingang von Prunn, von Riedenburg kommend, gut abstellen. Wir laufen in den Ort hinein und folgen bei der Straßenkurve dem Schild Burg Prunn.

Am Ortsende beim Waldrand leitet uns rechter Hand ein Pfad mit der Markierung Nr. 17 in den Wald hinein. Der Weg wird steiler und bringt unseren Kreislauf gleich etwas in Schwung. Wir gewinnen an Höhe und gelangen auf einen Steig, welcher von Felspartien und knorrigen Bäumen gesäumt wird. Hier oben genießen wir einen herrlichen Blick ins Altmühltal.

Etwas später treffen wir auf einen breiten Schotterweg, der vom Tal hoch führt und auf diesem streben wir zur Burg Prunn hoch. In wenigen Minuten wird diese erreicht, welche auf einer Felszinne eines früheren Korallenriffes thront. Sie wurde erstmals im 11. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Eine Brücke führt über den Graben und durch einen Torbau gelangt man in den Burghof. Dieser wird von einem romanischen Palas dominiert. Der aufragende Bergfried entstand im 12. Jahrhundert und beherrscht hier als Wächter das Altmühltal. Die Burg ist auch zu besichtigen.

Wir setzen unseren Weg fort und gehen die Treppen hoch zu den Parkplätzen. Dort laufen wir ein Stück auf der Straße weiter bis zum Waldrand, wo wir scharf rechts abbiegen und der Markierung Nr. 17 durch den Wald folgen. Nun immer noch den Schildern Burg Randeck bzw. Essing folgen. Nach einiger Zeit führt der Weg bergab und wir gelangen auf ein Teersträßchen. Dort schwenken wir rechts ab und spazieren ungefähr 150 Meter linksseitig auf der Straße dahin. Dann stoßen wir linker Hand auf die Markierungen Nr. 19 und Nr. 21, denen wir jetzt bergauf folgen.

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Nach wenigen Minuten streifen wir links ein Holzkruzifix, das mit einer Bank zur Rast einlädt. Auf einen Waldweg leicht ansteigend, wandern wir geradeaus weiter, dem Schild Randeck folgend. Nach wenigen Kilometern treten wir aus dem Wald und steuern geradewegs dem auf der Anhöhe gelegenen Gehöft zu.

Dorfkirche mit Barockstuck

Kurz darauf treffen wir bei dem Gehöft auf eine Straße, wo wir nach rechts schwenken und in wenigen Minuten den Ort Randeck mit seiner Burgruine erreichen. Jetzt wandern wir zur Ritterschänke und beim Parkplatz steigen wir rechts mit den Markierungen Nr. 21 und Nr. 23 nach Essing ins Tal ab.

Wenn wir nach Essing reinkommen, können wir rechts noch ein altes „Jurahaus“, gedeckt mit Solnhofener Platten, sehen. Auch lohnt sich ein Besuch der Dorfkirche, mit ihrem Barockstuck Wessobrunner Prägung. In Essing lässt es sich trefflich rasten, in einem der gutbürgerlichen, bayerischen Wirtshäuser. Danach verlassen wir Essing, das sich an einer grandiosen Felskulisse anschmiegt. Wir gehen durch einen Torturm und anschließend überqueren wir auf einer Brücke einen Altarm der Altmühl. Nach der Brücke ändern wir die Richtung nach rechts und folgen dem Altwasser.

Nach wenigen Minuten gehen wir über die futuristisch anmutende, geschwungene Holzbrücke und überqueren den Main-Donau-Kanal. Am Ende schwenken wir nach rechts und wandern immer am Kanal entlang, mal durch Wald, dann wieder über offenes Gelände. Kurz vor der Ortschaft Einthal, mit herrlichem Blick auf die Burg Prunn, gehen wir über die Brücke nach Nußhausen hinein. Von dort schlendern wir auf der ruhigen Ortsstraße nach Prunn zurück und beenden beim Parkplatz unsere Rundwanderung. 

Alfred Bachmann E-Mail

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