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Sonntag, 05.04.2020

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Sommerreifen-Test 2020: Nur einer fällt durch

ADAC testet Sommerreifen – Für Mittelklasse-SUVs, Vans und die Golf-Klasse - 25.02.2020 11:32 Uhr

Sommerreifen für die Golf-Klasse: Kein "mangelhafter" Kandidat. © ADAC


Nach diesem Winter, der eigentlich keiner war, kommt bald die Umbereifungszeit auf Sommerreifen. Allen, die neue Pneus für die warme Jahreszeit benötigen, gibt der ADAC mit seinem Sommerreifen-Test 2020 eine Entscheidungshilfe an die Hand.

Zwölf Pneus für Mittelklasse-SUVs

Bereits bei den zwölf Pneus der Dimension 235/55 17 für die beliebten Mittelklasse-SUVs (VW Tiguan, Opel Grandland X, Ford Kuga etc.) ergab sich ein überwiegend gutes Resultat. Lediglich dem Laufenn S-Fit EQ schrieben die Tester eine glatte Fünf und damit ein "mangelhaft" ins Zeugnis, zu schlecht fielen Grip, Balance bei Nässe und der Bremsweg (mit knapp 45 Metern der längste im Feld der Kandidaten) aus.

Sommerreifen für Mittelklasse-SUVs und Vans: Testergebnis (zum Vergrößern bitte anklicken). © ADAC


Andererseits schaffte aber auch kein Prüfling das begehrte Prädikat "sehr gut". Als Bester im Test profilierte sich der Michelin Primacy 4 mit der Note 1,9 und damit einem "gut". Ebenfalls mit "gut" wurden Bridgestone Turanza T005 (2,1), Maxxis Premitra 5 (2,3) sowie Pirelli Cinturato P7 (ebenfalls 2,3) bewertet.

Qualität hat auf den ersten Blick ihren Preis, denn der Testsieger von Michelin war mit 164 Euro auch der teuerste Reifen im Test. Der Drittplatzierte Maxxis indes zeigt, dass es auch für verhältnismäßig kleines Geld überzeugende Leistung gibt – günstiger als die für ihn aufgerufenen 103 Euro kam kein anderer Kandidat.

Sommerreifen für Golf & Co.

Auch bei den 16 Sommerreifen für die Kompaktklasse (VW Golf, Opel Astra, Renault Mégane, Ford Focus etc.) gab es kein Einser-Resultat. An erster Stelle platzierten sich Continental PremiumContact 6 und Michelin Pilot Sport 4 (je 2,1), knapp dahinter rangieren Goodyear Eagle F1 Asm 5 und Maxxis Victra Sport 5 (je 2,2). Die rote Laterne trägt der mit 81 Euro billigste Kandidat Rotalla Setulla S-Pace RU01, für den es die Note 3,6 und somit ein "ausreichend" gab. Erneut erweist es sich am Beispiel Maxxis (92 Euro), dass ein guter Sommerreifen nicht die Welt kosten muss.

Sommerreifen für die Golf-Klasse: Kein "mangelhafter" Kandidat. © ADAC


Der ADAC rät dazu, bei der Auswahl des Sommerreifens auch das eigene Fahrverhalten im Auge zu behalten. So lieferte der Pirelli P Zero zwar die besten Trockeneigenschaften und die zweitbeste Leistung auf Nässe, konnte aber bei Verbrauch und Verschleiß nicht überzeugen und erreichte unterm Strich nur eine 3,0. Er bietet sich deshalb laut ADAC am ehesten für "Fahrer mit einer geringen Jahreslaufleistung oder höheren Ansprüchen an Fahrperformance als an die Laufleistung" an.

Mindestens drei Millimeter Profiltiefe

Ausgetauscht werden müssen Sommerreifen spätestens dann, wenn ihre Profiltiefe von acht bis neun Millimetern in fabrikneuem Zustand auf 1,6 Millimeter abgefahren ist. Wer jetzt nicht handelt, riskiert 60 Euro Bußgeld und einen Flensburg-Punkt. Werden andere Verkehrsteilnehmer gefährdet oder kommt es zu einem Unfall, kann sich das Bußgeld auf 75 oder 90 Euro erhöhen. Experten raten dazu, eine Mindestprofiltiefe von drei Millimetern einzuhalten.

ule

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