Samstag, 14.12.2019

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Hybrid-Systeme: Wo, bitte, liegt der Unterschied?

Von Mild- bis Plug-in-Hybrid - 15.07.2019 18:29 Uhr

Gütesiegel: Hersteller wie Toyota propagieren Hybridantrieb als Alternative zum Diesel. © Toyota


Hybrid ist nicht gleich Hybrid. Gemeinsam haben alle Konzepte, dass sie – vereinfacht gesagt – einen Verbrennungs- und einen Elektromotor zusammenspannen. Allerdings geschieht dies in unterschiedlicher Manier und Intensität.

Mildhybrid:

Beim Mildhybrid wird der Verbrennungsmotor von einem Startergenerator (eigentlich kein E-Motor!) unterstützt, beispielsweise beim Beschleunigen oder Überholen. Darüber hinaus wandelt der Generator die beim Bremsen oder Ausrollen frei werdende Bewegungsenergie in elektrische um, die dann in einer Batterie abgespeichert wird. Mildhybride können nicht rein elektrisch fahren.

Vollhybrid:

Der Vollhybrid gilt als die am häufigsten genutzte Hybridtechnologie. Hier ist die Batterie groß genug, um für wenige Kilometer elektrisches Fahren zu ermöglichen, daher auch der Name "Voll"-Hybrid. Vollhybride sind vor allem die Domäne asiatischer Hersteller, explizit die von Toyota. Ihren Vorteil spielt die Technik in erster Linie im Stadtverkehr aus.

 Plug-in-Hybrid:

Letztlich handelt es sich beim "PHEV" um einen Vollhybriden, dessen Batterie sich an der Steckdose aufladen lässt (to plug in = einstöpseln) und die groß genug ist, um eine elektrische Reichweite von ca. 50 Kilometern bereitzustellen. PHEVs gelten als Brückentechnologie zwischen Verbrenner und reinem Elektroauto. Beim Verbrennungsmotor handelt es sich um einen Benziner, Mercedes bietet auch einen Diesel-Plug-in-Hybrid an. Als Dienstwagen müssen die Teilelektrifizierten nur mit 0,5 Prozent vom Bruttolistenpreis versteuert werden, das soll sie für Flottenkunden als Alternative zum Diesel interessant machen. Nachteil der PHEVs: Durch das hohe Gewicht brauchen sie in der Stadt mehr Strom als ein E-Auto und auf der Autobahn meist mehr Sprit als ein reiner Verbrenner.

Serieller Hybrid:

Während beim Parallel-Hybrid Verbrennungs- und E-Motor gemeinsam auf dem Antriebsstrang montiert werden, sind sie beim seriellen Hybrid hintereinander verbaut. Der Verbrenner treibt nicht die Räder an, sondern einen Generator, der wiederum den E-Motor mit Strom versorgt. Honda nutzt die eher seltene Technologie in seinem SUV CR-V.  Sie ähnelt aber auch dem Range-Extender-Prinzip, das BMW beim i3 einsetzt, hier auch mit extern aufladbarer Batterie.

Microhybrid:

Dieses System nutzen viele Autofahrer bereits, denn meist handelt es sich hier schlicht um ein Start-Stopp-System.

 

 

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